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Was das Schaf zu blöken hat...Was das Schaf zu blöken hat...

Sarah Palin for Vice-President!

Liebe Freunde!

Wie Ihr es Euch denken könnt, ist meine Herrin einmal mehr wütend, oder sollte ich besser blöken: sie ist immer und ständig wütend? Sie scheint das zu brauchen, oder warum kauft sie alle Morgen wieder den Figaro? Weil die anderen Tageszeitungen noch schlimmer sind, seufzt sie vor sich hin. Wie wäre es denn, Herrin, wenn du diese miesen Blätter gar nicht mehr läsest, den Figaro, den Indépendant, den Midi Libre? - Und woher wüßte ich dann über die tollen Modeschauen im Hause Dior, oder wer erzählte mir von den Volksfesten in der Gegend? (1)

Ich finde, daß sie sich entscheiden sollte, entweder den Papiermüll gar nicht mehr anzuschauen, oder die Wut zu bändigen; denn ich halte das nur schwer aus, diese ständigen Ausbrüche mit Schimpfworten, die ich nicht einmal dem alten Burro català in den Pyrenäen in seine Eselsohren blöken würde; denn ich hätte Angst, er fiele davon auf der Stelle tot um. (2)

Also, was ist es nun wieder, das dir nicht paßt? - Schaf, antwortet sie, nicht in diesem Ton, oder vergißt du, daß du bei mir Gast bist in deinem verzinkten Drahtknotengitter vorm Ferni? Sei froh, daß ich dich nicht antüdere in deinem versetzbaren Pferch, dir immer frische Streu bereite, deinen Trog maulgerecht anhänge und die Ablammbuchten entfernt habe, damit du mehr Platz hast, die Zeitungen auszubreiten, die ich dir zur Auswertung hinwerfe. Was gibt´s heute Neues im Figaro? Mit flinker Klaue blättere ich die Seiten um und finde den Artikel über den Helden Barack Hussein Obama: Obama prend son envol dans les sondages. Leichten Flügels segelt er hoch in den Umfragen, weit über John McCain. Der Artikel des New York-Korrespondenten Jean-Louis Turlin ist nicht online. Ich schaue genauer hin: die Umfragen sind von Auftraggebern, die den Demokraten nahestehen, von New York Times und TIME, von CBS und CNN. Das Pew Research Center mag eine Ausnahme sein, dort finde ich im Aufsichtsrat Karlyn Bowman, vom American Enterprise Institute (AEI), das nicht verdächtig ist, den Demokraten sehr nahezustehen. Meine Herrin hat über dieses Institut schon geschrieben. (3)

Schamlos bringt der Korrespondent diese einseitige Berichterstattung, aber nicht nur er, sondern der gesamte Figaro ist im Dienst der Siegerpose des Demokraten Barack Hussein Obama, für den es eine eigene Seite gibt: Le Figaro - Election US. Dort heißt es à la Une: Débat : Joe Biden prend l´avantage sur Sarah Palin. Debatte: Joe Biden gewinnt die Oberhand über Sarah Palin. Für die Forscherin Charlotte Lepri, Institut de relations internationales et stratégiques (IRIS), ist der Auftritt von Sarah Palin in der VP Debatte eine Überraschung: Palin a créé la surprise. Wenn schaf das Foto der schönen Sarah Palin mit dem der sympathischen Charlotte Lepri vergleicht, wundert es sich nicht mehr über die Überraschung: wer hätte es gedacht, daß eine so gut aussehende Frau, die daherschreitet auf schwindelerregenden Stöckeln, gehüllt in ein eng dem Körper anliegendes Kostüm, die rotbraunen üppigen Haare drapiert zu einer Frisur mit frechen Ponies, ein wenig im Stil der frühen Brigitte Bardot, wer hätte es vermutet, daß die auch noch klug sein kann? Charlotte, deren Frisur fast so ist, aber doch nicht ganz, ist verblüfft. (4)

Gegen die Borniertheit des Figaro wirkt die Einschätzung des Guardian direkt erfrischend. Sarah Palin habe einen flotten Auftritt gehabt in der Debatte und Kritiker widerlegt. Ewen MacAskill, der das schreibt, ist während der Debatte in St. Louis anwesend. Die Debatte sei lebhafter gewesen als die von Barack Hussein Obama und John McCain. (5)

Liebe Freunde!

Ich gestehe Euch, daß nicht nur meine Herrin, sondern auch ich ab 3 Uhr, ab DREI! die VP Debatte verfolgt habe. Ein Transkript sowie die eineinhalbstündige Debatte könnt Ihr auf der Site der New York Times in Ruhe ansehen. Wenigstens in der Dokumentation scheinen sie nicht als parti pris gewirkt zu haben. (6)

Wie weit die Voreingenommenheit geht, sieht schaf an kleinen scheinbaren Nebensächlichkeiten wie dieser: Positiver wurde Palin von der "Washington Post" bewertet. Ihr Gegner sei weniger Joseph Biden gewesen als ihr eigenes Image. "Wer in dieser Debatte ein Fiasko oder kolossale Ausrutscher von Palin erhofft hatte, musste enttäuscht gewesen sein", meinte der Kommentator. Die Medienarbeiter sitzen da und warten und hoffen auf kolossale Ausrutscher, gar auf ein Fiasko. Sie gehen nicht neutral an die Debatte heran, sondern auf einen Eklat lauernd. (7)

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, ist meine Einschätzung eine andere als die der Nachrichtenagenturen und MSM, sie ist eher so wie die des Guardian. Der IRIS Blog, dessen Einschätzungen meine Herrin fast immer teilt, titelt: Prediction Confirmed: Palin Won, Media Called it for Biden, Voraussage bestätigt: Palin siegte, die Medien weisen den Sieg Biden zu. Der Kommentator barak, vom IRIS Blog, hat bereits vor einem Monat, als noch kaum jemand Sarah Palin kannte, erklärt: Palin will defeat Biden in the Vice President debates in terms of popular opinion, but the mainstream media will declare Biden the winner. Sarah Palin wird in den Augen der öffentlichen Meinung siegen, aber die MSM werden Joe Biden zum Sieger erklären. Barak, ächt, das ist keine besondere Vorhersage, sondern das ergibt sich aus der Konstellation, aus der ideologischen Verseuchung der MSM; am schlimmsten ist es bei den europäischen, die sind inzwischen völlig unfähig, Tatsachen zu erkennen; sie schildern nicht einmal einfache Sachverhalte korrekt. (8)

Da meine Herrin mir erlaubt, hier zu blöken, was ich gesehen und gehört habe, nutze ich die Gunst der Stunde und teile Euch mit, daß wie Ewen MacAskill und barak auch ich mich auf das Ereignis eingelassen habe.

Das fängt an mit dem Auftritt von Gwen Ifill: Good evening from Washington University in St. Louis, Missouri. I´m Gwen Ifill of "The NewsHour" and "Washington Week" on PBS. Welcome to the first and the only 2008 vice presidential debate between the Republican nominee, Governor Sarah Palin of Alaska, and the Democratic nominee, Joe Biden of Delaware. Guten Abend aus der Washington Universität in St. Louis, Missouri. Ich bin Gwen Ifill von der "News Hour" und der "Washington Week" auf PBS. Seien Sie willkommen zur ersten und einzigen VP Debatte 2008 zwischen der Republikanischen Kandidatin Governor Sarah Palin, Alaska, und dem Demokratischen Kandidaten Joe Biden, Delaware. Gwen Ifill ist eine Farbige, sie trägt eine leuchtend grüne Weste über ihrem schwarzen Top, sie wirkt souverän und manchmal sogar unterkühlt, was sich bis zum Schluß der Debatte zeigt. (9)

Gwen Ifill ist eine begeisterte Anhängerin von Barack Hussein Obama, ihm und weiteren afro-amerikanischen Aufsteigern widmet sie ein Buch, das demnächst erscheinen soll, rechtzeitig zum Amtsbeginn des neuen Präsidenten, dessen Namen sie anscheinend schon kennt. Ihr Buch betont den Aufstieg von Afro-Amerikanern; sie deshalb Rassistin zu nennen, wäre vielleicht übertrieben, aber merkwürdig ist es schon, daß eben diejenigen, die bei afrikanisch- und arabischstämmigen Delinquenten immer die soziale Herkunft betonen, bei Erfolgsstories betonen, daß es sich um Afro-Amerikaner handelt - von großartigen Erfolgsstories von Muslimen, außer ihren Milliarden Dollar Gewinnen aus der Erdölförderung, gibt´s eh weniger zu vermelden. Für Gwen Ifill heißt der Politikwechsel jedenfalls, daß nun Afro-Amerikaner die Positionen der Macht erklimmen; wer´s nicht glaubt, der schaue ins Video, blök! (10)

Sarah Palin weiß, wer Gwen Ifill ist, für sie bedeutet es eine zusätzliche Belastung neben allem übrigen, gegen das sie anzutreten hat. Ein spaßiges Beispiel sei die Sendung Saturday Night Live, wo den Demokraten nahestehende Künstler sich über das angebliche Dummchen Sarah Palin lustig machen. Leider, leider für die Demokraten, haben solche Auftritte bei den Wählern den gegenteiligen Effekt, sie führen Sarah Palin Stimmen zu. Das lernt man im ersten Semester Marketing. (11)

Nun aber weiter mit meinen Eindrücken, blök!

Ich will mich kurzfassen, damit ich Euch nicht langweile. Beim Anblick von Sarah Palin mache ich einen Freudensprung im Pferch, was meine Herrin sofort rügt. Erinnert Ihr Euch noch an die Wahlnacht Kerry oder Bush? Wie stellt sich meine Herrin an, wenn ich auch nur an einer Möhre knabbere! Spieß oder Kochtopf drohen mir, ich wage nichts mehr zu blöken. Des eingedenk, schaue ich nur noch lautlos auf das Duell und mache mir meine Gedanken. (12)

Neben Sarah Palin wirkt Joe Biden, Jahrgang 1942, wie ein alter Herr, ein Elder Statesman, der selten lächelt, und dem seine Frau die blaue Krawatte zu fest gebunden hat: welch ein winziger Knoten, gewissermaßen ein Furzknoten!

Sarah Palin, Jahrgang 1964, im sexy dunklen Kostüm, das Star-Spangled Banner am Revers, bewundert ihren heutigen Gegner schon, als sie in der Grundschule ist, äußert sie vor einiger Zeit frech. Aber so sieht´s tatsächlich aus. Eine vor Lebensfreude sprühende junge Frau genüber einem müde und etwas verhärmt wirkenden Oberlehrer reiferen Alters. Auffällig ist, daß Sarah Palin sich sowohl am Anfang als auch am Ende der Debatte mehrfach bedankt, bei Gwen Ifill, bei den Gastgebern und bei Joe Biden, von dem ich zu Beginn der Debatte nichts dergleichen höre; denn beim Eintritt in die Debatte ist Joe Biden akustisch nicht zu verstehen, er nuschelt vor sich hin, mürrisch wie´n alter Mann, der seinen Tabak nicht unterm Sofa gefunden hat: Let me begin by thanking you, Gwen for hosting this. Ich habe bis dahin geglaubt, der Gastgeber wäre die Washington University von St. Louis und Gwen Ifill ebenso Gast dort wie alle anderen. Dann beginnt er über die Wirtschaftspolitik zu dozieren und richtet seine Worte nicht an Sarah Palin, von der er anscheinend sowieso nichts erwartet, sondern an den abwesenden John McCain; der und kein anderer ist die nächsten 90 Minuten sein Gegner. Da frage ich, ob er vielleicht statt Barack Hussein Obama Präsidentschaftskandidat ist, blök!

Ich gehe im Gegensatz zu manchen Journalisten nicht davon aus, daß er das macht, weil er Sarah Palin schonen will, sondern weil er in seiner Überheblichkeit in Sarah Palin keine satisfaktionsfähige Gegnerin sieht. Man stellt ihn gewissermaßen einem leeren Rednerpult gegenüber, und das läßt ihn noch vorwurfsvoller, leidender und weinerlicher werden. Ich sinniere dabei, wie das Duo Joe Biden und Barack Hussein Obama, Jahrgang 1961, zusammenpaßt. Da ist es ganz ähnlich, ein ehrgeiziger Mann in den besten Jahren und ein über die Jahre in den Sielen ergrauter Vizepräsident. Wer wird wessen Chef? Auch Hillary Clinton, Jahrgang 1947, als Vizepräsidentin würde dies Dilemma nicht lösen.

Hey, can I call you Joe? Sarah Palin richtet alle ihre Worte an die Amerikaner, sie ist sich deren Wirkung wohl bewußt. Angesprochen fühlt sich aber das Publikum im Saal, das gern über Sarah Palin lacht. Die Diskussion über die Finanzkrise folgt, Barack Obama hat sie angeblich schon immer kommen sehen, während John McCain überrascht gewesen sei davon, weiter geht´s mit Steuerhöhungen, Gesundheitswesen, Versprechungen, die vielleicht nicht gehalten werden könnten, Energiepolitik, Energieunabhängigkeit: Energy independence is the key to America´s future, meint die Kandidatin. Es folgt das bei den Demokraten beliebte Thema Klimawandel, den Joe Biden als erwiesen menschengemacht ansieht: Well, I think it is manmade, schließlich ist er Parteikollege des Al Gore, der seinen Lebensunterhalt mit Schauermärchen über die Schuld der Menschheit am Klimawandel verdient. Dieses Axiom vorausgesetzt, haben alle Aktivitäten zu folgen. Dann geht´s über zu den Gay marriages, den Homo-Ehen. Beide Lager sind dagegen, und damit kommt man unter Gelächter im Saal zur Außenpolitik. Der Irakkrieg, wie aus ihm herauskommen? Hier wie zu fast allen Themen richtet sich Joe Biden an den abwesenden John McCain, Iran, Pakistan, Atombombe: John McCain said ...

Die Gefährlichkeit des Iran sieht Sarah Palin sehr deutlich: Iran claiming that Israel as he termed it, a stinking corpse, a country that should be wiped off the face of the earth. Now a leader like Ahmadinejad who is not sane or stable when he says things like that is not one whom we can allow to acquire nuclear energy, nuclear weapons. Der Iran, der behauptet, wie er sagt, Israel wäre ein stinkender Körper, ein Land, das vom Angesicht der Erde ausradiert werden sollte, nun, ein Führer wie Ahmadinejad, der nicht gesund oder stabil ist, wenn er solches sagt, ist nicht derjenige, dem wir gestatten sollten, Atomenergie zu erwerben, Atomwaffen. Dann ergänzt sie: A statement that he made like that is downright dangerous because leaders like Ahmadinejad who would seek to acquire nuclear weapons and wipe off the face of the earth an ally like we have in Israel should not be met with without preconditions and diplomatic efforts being undertaken first. Eine solche Erklärung, die er abgab, ist ausgesprochen gefährlich, weil man sich mit Führern wie Ahmadinejad, die danach streben, Atomwaffen zu bekommen und einen Alliierten, wie wir ihn mit Israel haben, vom Erdboden vom Angesicht der Erde auszuradieren, nicht ohne Vorbedingungen treffen sollte, sondern zuerst sollten diplomatische Anstrengungen unternommen werden.

Gwen Ifill zeigt hier zum ersten Mal deutlich, in welches Lager sie gehört, sie blockt diese Erklärung der Kandidatin für Israel ab und wendet die Diskussion über Treffen mit Feinden ins Allgemeine. Governor and senator, I want you both to respond to this. Secretaries of state Baker, Kissinger, Powell, they have all advocated some level of engagement with enemies. Do you think these former secretaries of state are wrong on that? Governor und Senator, ich möchte, daß Sie beide auf dies antworten: Außenminister Baker, Kissinger und Powell waren alle für ein gewisses Maß an Abmachungen mit Feinden. Meinen Sie, daß diese früheren Außenminister damit nicht richtig lagen?

Deutlicher kann Gwen Ifill ihre Zugehörigkeit zu den Demokraten nicht zeigen. Sie läßt Außenminister der Demokraten in der Aufzählung raus, obgleich sie die Frage an beide richtet, und sie würgt das von Sarah Palin angeschnittene Thema Iran/Israel ab. Nun warte ich gespannt, was Joe Biden zu Israel zu sagen hat; er sagt nichts, sondern er verweist auf die Europäer sowie auf fünf US-Außenminister, drei davon Republikaner, die gesagt hätten: "Sit down. Talk. Talk. Talk." Gwen Ifill fragt bei Joe Biden nicht nach, sondern sie richtet sich erneut an die Kandidatin: Governor, you mentioned Israel and your support for Israel. Governor, Sie erwähnten Israel und ihre Unterstützung für Israel. Was hätte die Regierung bislang falsch gemacht im israelisch-palästinensischen Konflikt, will sie wissen. So braucht der Kandidat der Demokraten nicht Farbe zu bekennen, es soll an Sarah Palin sein, von Fehlern zu reden. Die aber geht darauf nicht ein, sondern wiederholt, daß Israel der stärkste Alliierte im Nahen Osten sei: We have got to assure them that we will never allow a second Holocaust, despite, again, warnings from Iran and any other country that would seek to destroy Israel, that that is what they would like to see. Wir müssen ihm die Sicherheit geben, daß wir niemals einen zweiten Holocaust gestatten werden, noch einmal, trotz der Warnungen des Iran und jedes anderen Landes, das Israel zerstören wollte, das ist es, was sie gern sehen würden. We will support Israel. A two-state solution, building our embassy, also, in Jerusalem, those things that we look forward to being able to accomplish, with this peace-seeking nation, and they have a track record of being able to forge these peace agreements. Unterstützung Israels, eine Zweistaatenlösung, eine Botschaft auch in Jerusalem, Vertrauen in Israel, das Frieden mit Ägypten geschlossen hat und Frieden mit Jordanien. Auch mit den Palästinensern werde ein Erfolg möglich sein.

Da entdeckt auch Joe Biden seine passion for Israel, aber die Nahostpolitik sei bislang ein großer Fehler. Dann sagt er einen Satz, bei dem ich meine, ich verstünde nicht recht, weil ich doch schon so müde in meiner Wolle stehe: He (John McCain) insisted on elections on the West Bank, when I said, and others said, and Barack Obama said, "Big mistake. Hamas will win. You´ll legitimize them." What happened? Hamas won. Er bestand darauf, daß Wahlen in der West Bank stattfänden, zu einer Zeit, als ich und andere und Barack Obama sagten: "Ein großer Fehler. Die Hamas wird gewinnen. Sie werden sie legitimieren." Was geschah? Die Hamas gewann. Der Kandidat, Experte der Außenpolitik, verwechselt die West Bank und Gaza.

Kaum habe ich mir meine Augen gerieben, setzt er nach: When we kicked -- along with France, we kicked Hezbollah out of Lebanon, I said and Barack said, "Move NATO forces in there. Fill the vacuum, because if you don´t know -- if you don´t, Hezbollah will control it." Als wir gemeinsam mit Frankreich die Hezbollah aus dem Libanon vertrieben, sagte ich, und Barack sagte: "Bringt NATO-Streitkräfte hinein, füllt das Vakuum, weil, wenn Sie´s nicht tun, wird die Hezbollah es kontrollieren." Der Kandidat, seit Jahrzehnten tätig in der Außenpolitik, bildet sich ein, die USA und Frankreich hätten die Hezbollah aus dem Libanon vertrieben, und nur weil die NATO nicht einmarschiert sei, kontrolliere die Hezbollah jetzt den Libanon. Wer solche Freunde hat, der bedarf keiner Feinde mehr. (13)

Das ist aber noch nicht alles; denn Gwen Ifill fragt nach dem Tag X, wenn der Präsident im Amte sterben sollte. Was wäre dann, in welchen Punkten wichen die Vizepräsidenten ab vom Kurs ihres verblichenen Präsidenten.

Liebe Freunde!

Da werde ich aber wach. Wie kann frau eine solche pietätlose Frage stellen? Die geht direkt an Sarah Palin, von der die MSM seit Wochen berichten, sie könnte beim Tod des kranken John McCain Präsidentin der USA werden. Jetzt schon wird sie gefragt, was sie anders machen würde. Tatsächlich werden beide Kandidaten gefragt nach Meinungsverschiedenheiten mit den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten. Was erwartet Gwen Ifill als Antwort von beiden? Dann will sie Sarah Palin festnageln auf deren Äußerung, im Juli dieses Jahres: Was hat denn ein Vizepräsident überhaupt täglich zu tun? Da komme ich mir allmählich vor wie bei Johannes B. Kerner in der Talkrunde mit Alice Schwarzer und Verona Feldbusch. Die Arroganz derjenigen, die sich klüger vorkommen als schöne Frauen, macht blind. Auch in der VP Debatte gibt´s ´n Brain, aber wie Alice Schwarzer kann Joe Biden nicht den Part des Body übernehmen. Wie in der VP Debatte ist die Einschätzung der MSM über den Sieger bei "Brain trifft Body" vefehlt. Hier gewinnt Verona Feldbusch, dort gewinnt Sarah Palin. In beiden Fällen vernebelt die Überheblichkeit der urteilenden Männer ihren Verstand. (14)

Aber eines ist sicher: von den beiden Frauen werden Sie geholfen, blök! (15)

Nun will ich noch eben auf die Schlußworte kommen, die closing statements. Sarah Palin bedankt sich noch einmal bei den Gastgebern, sie fühle sich geehrt. Sie bedankt sich bei Senator Joe Biden für die Debatte. Sie adressiert ihre Worte an die Wähler, an die Bevölkerung Amerikas. Dann ergreift Joe Biden das Wort, und seine Rede klingt wie ein Nachruf auf sich selbst und auf seine ungeheure Bedeutung für das Schicksal der USA. Er beschwört die Bevölkerung, diese Wahlen seien die wichtigsten jemals. Nun mach mal halblang, blök! Wieviele Bürger der USA haben schon an wievielen Wahlen teilgenommen? Die waren alle weniger wichtig? Da hätte man vielleicht gar nicht teilzunehmen brauchen? Dann nörgelt er von Würde und Respekt. Aber Hallo! Bei mir gehen alle Warnlampen an und mein Fell sträubt sich. Das sind die klassischen Vokabeln der jungen um sich schlagenden Muslime. Die verlangen ebenfalls Respekt, und weil ihnen der von der Umwelt angeblich vorenthalten wird, müssen sie gewalttätig werden. Der Kandidat erklärt, Amerika sei knocked down. Das sieht er so, weil er selbst in dieser Lage ist. Joe Biden holt keinen Hund hinterm Ofen hervor; der steht da wie seine eigene Mumie, der auch von Barack Hussein Obama kein Lebenshauch eingepustet werden kann.

Das ist mein Bericht über die VP Debatte. Good night, everybody.

Blök!
Euer Schaf
Sarah Palin Fan

3. Oktober 2008

Quellen

(1) Christian Dior forever! 16. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-16_18-59-58.html

(2) Initiativa del burro català
http://www.burrocatala.com/

Der katalanische Esel. Katalonien-Netz.de
http://tinyurl.com/3o8p3q

(3) The Pew Research Center for the People and the Press
http://people-press.org/

Stiftungen, Think Tanks und Neokonservative in den USA. Teil III: Think Tanks, Organisationen, Fellows und Scholars. 25. Mai 2003
http://www.eussner.net/artikel_2004-05-01_18-46-30.html

(4) Le Figaro - Election US
http://www.lefigaro.fr/elections-americaines-2008/

Brigitte Bardot
http://s.tf1.fr/mmdia/i/58/9/brigitte-bardot-2486589_1341.jp g

Palin a créé la surprise. Propos recueillis par Jérôme Bouin, Le Figaro,
3 octobre 2008
http://tinyurl.com/4owa4f

(5) Palin defies critics and delivers punchy performance in debate against Biden.
By Ewen MacAskill, The Guardian, October 3, 2008
http://www.guardian.co.uk/world/2008/oct/03/uselections2008. sarahpalin

(6) Transcript: The Vice-Presidential Debate. NY Times, October 2, 2008
http://tinyurl.com/4kjgn7

Interactive Video. The Vice-Presidential Debate. NY Times, October 2, 2008
http://tinyurl.com/4w3yls

(7) Palin behauptet sich im TV-Duell - Biden vorn. Nachrichten.ch, 3. Oktober 2008
http://www.nachrichten.ch/detail/321170.htm

Biden schlägt Palin souverän in Rededuell. Reuters, 3. Oktober 2008
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE4920BV20081003

(8) Prediction Confirmed: Palin Won, Media Called it for Biden. By barak, IRIS Blog, October 3, 2008
http://tinyurl.com/4vktod

(9) Rivals shine, Palin a bit more brightly. By Joanna Weiss, The Boston Globe, October 3, 2008
http://tinyurl.com/3kfasd

(10) Video. The Breakthrough: Gwen Ifill, metacafe, added September 17, 2008
http://www.metacafe.com/watch/1755855/the_breakthrough_gwen_ ifill/

(11) Video. Couric / Palin Open. Saturday Night Live, September 27, 2008
http://tinyurl.com/3zfsub

(12) Kerry oder Bush? 4. November 2004
http://www.eussner.net/schaf_2004-11-04_18-43-43.html

(13) Die Fähigkeiten der Hezbollah waren niemals so groß wie jetzt.
1. Dezember 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-12-01_20-43-48.html

Biden Lied About Obama Not Supporting Hamas Election. LGF II. Charles and Killgore Free Footballs, October 3, 2008
http://tinyurl.com/4vlm47

The VP Debate: Biden´s Distortions. By Jackson Diehl, PostPartisan,
October 3, 2008
http://tinyurl.com/4gbzmz

(14) Alice Schwarzer versus Verona Feldbusch. SpiegelOnline, 29. Juni 2001
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,142318,00.html

(15) Da werden Sie geholfen! wer-weiss-was
http://www.wer-weiss-was.de/theme143/article2924153.html


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