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"Der Antideutsche Alan Posener"

Nun reiht sich auch der Kommentarchef der WamS in die Denunziantenriege gegen Hans-Peter Raddatz ein; dabei ist ihm manches Mittel recht. Obgleich er das Buch Allah und die Juden vom Verlag zugeschickt bekommen hat, schreibt er darüber, als wenn er´s nur vom Hörensagen kennte. Der erste Satz der Einleitung des Buches lautet: In diesem Buch wird etwas vor Augen geführt, das im Grunde bekannt ist, aber schneller als vieles andere vergessen wird: Antisemitismus scheidet die Geister, den Menschen vom Unmenschen. Aber Alan Posener vertraut lieber dem Israel Singer, der die Weisheit "Rassist ist Rassist" zum besten gibt. Der Kommentator Hans fragt: Ist das nicht der Herr, welcher am 14. März 2007 durch den Präsidenten des WJC Edgar M. Bronfman seiner Ämter, wegen jahrelanger Veruntreuung von Geldern des WJC, enthoben wurde? Ja, genau auf den stützt sich der Kommentarchef, wie er später bestätigt. Aber wenn Adolf Hitler sagt: 2x2=4, wird´s doch davon auch nicht falsch, oder?

Seine Gegner, vielleicht sind´s ja bereits seine Feinde? nennt er grundsätzlich nicht bei ihrem Namen. Mit Namen hat er´s überhaupt. Lorenz Jäger, von der Konkurrenz: nomen est omen, meint er bündig. Wie man dem ersten Kommentar zu seinem Beitrag vom 30. Mai 2008 entnimmt, hat er zunächst auch den Link zum Blog Eintrag bei Fakten&Fiktionen nicht korrekt gesetzt, und wenn das auch Schlamperei sein mag, zufällig schlampt er an der passenden Stelle!

Wenn schon der kommentierte Blog zunächst nicht auffindbar ist, dann trifft den Blog Politically Incorrect ein noch härteres Schicksal, der wird nämlich völlig verballhornt zu "Politisch Inkorrekt", womit Alan Posener seinem Ekel über die Islamophoben hinreichend Ausdruck verleiht. Seine Leser verdummt er mit den Anführungszeichen, die suggerieren, daß der Blog so heißt: "Politisch Inkorrekt". Alan Posener gehört in die Gruppe der Journalisten, die ich in meinem Artikel über den Sozialistischen Journalisten vorgestellt habe, es sind Menschen mit Mission, mit Berufung, die bestimmen, welche Informationen ihren Lesern, Hörern und Zuschauern angedient und welche verschwiegen werden. (1)

Israel Singer wird mit seiner wenig originellen Erkenntnis zitiert, obgleich es nicht nötig gewesen wäre, aber Name Dropping ist alles, wer außer Hans weiß schon, wer Israel Singer ist, und wenn er´s weiß: wayne interessiert´s? Bei der Eingabe "rassist ist rassist" in Google.de gibt es acht Angebote, wenn man "rassist bleibt rassist" hinzunimmt, sind´s noch einmal sechs, von Mein Parteibuch über Lysis bis Altermedia. Das ist das Niveau des Alan Posener.

Da ich den Kommentarchef vor einigen Wochen zufällig mit einer wichtigen ganz unverbogenen Information erwische, nämlich, daß der Delegationsleiter der Schiiten beim Papstbesuch ehemaliger Botschafter der Islamischen Republik Iran in Bonn ist, lese ich seinen Beitrag zunächst mit Wohlwollen, das mir rasch vergeht. (2)

Tatsachen über die Kampagne gegen Hans-Peter Raddatz bringt nämlich erst der Kommentator Heta in die Debatte. Wie erklärt sich Alan Posener die Einladung von Sacha Stawski zu einer Veranstaltung, im Juni 2006, an den "Rassisten"?

Sehr geehrter Herr Raddatz,
Kurze Anfrage: Hätten Sie vielleicht Lust und Zeit am 17.6. oder am 21.6. auf der Protestkundgebung in Leipzig mit auf dem Podium als Redner dabei zu sein? Wäre uns eine Ehre und würde uns sehr freuen.

Das liest man bei Kewil und noch mehr, nämlich Auszüge einer Email von Sacha Stawski an das Frontpage Magazine, mit der dringenden Aufforderung, ein Interview mit Hans-Peter Raddatz zu löschen. Jenseits der Diskussion über den Inhalt der Aufforderung ist eines interessant: wie kommt Kewil an die Mail? (3)

Zum zweiten Mal, wenn ich nicht irre, kommentiere ich auf dem Blog von Alan Posener. Am 31. Mai 2008, um 12:09 Uhr, schreibe ich zu seinem Artikel Der Antideutsche Alan Posener :

Lieber Herr Posener, lassen Sie sich nur ja nicht von dem bösen Menschen "Heta" belehren. Der schreibt und kommentiert auch bei Politically Incorrect - so heißt der Blog, lieber Herr Posener, und ich sehe daran, daß auch Sie zu der Sorte Journalisten gehören, die gern den Lesern solche Lektüre ersparen wollen, die sie von Ihrem Wege der Wahrheit abbringen könnte. "Politisch Inkorrekt"; Sie setzen das auch noch in Gänsebeinchen, als wenn´s ein Zitat wäre.

Ich finde nicht, daß Sie "born yesterday" sind, sondern im Gegenteil, Ihre Art, die Realitäten zurechtzubiegen, Namen zu ändern, um Leute ins off zu führen, Zitate, die Sie selbst nennen, einige Zeilen darauf zu verfälschen, die hat Hochkonjunktur, Sie sind Mainstream.

Was das Halali angeht, so liest man bei Kewil (der ist übrigens auch unter dem Spitznamen "Röstzwiebel" bekannt): "... hat er das Halali auf den bekannten Orientalisten und Islamkritiker veröffentlicht. Nun bläst er weiter zur Hatz ..."

Also, ´n bißchen genaues Lesen wäre hilfreich, dann bräuchten Sie sich weniger aufzuhäufeln und könnten in der so gewonnenen Zeit ihre Lateinkenntnisse auffrischen.

Liebe Grüße!
Gudrun Eussner
http://www.eussner.net

Selbst nach einigem Zuwarten sehe ich den Kommentar nicht und denke: Vielleicht wollen sie nicht, daß man seine eigene Site verlinkt und für sich Reklame macht, versuche es nur mit www.eussner.net, damit die Adresse, wie ich meine, nicht anklickbar ist - wieder nichts. Dann versuche ich es ein drittes Mal, ohne jeden Hinweis auf meine Webadresse. Da sehe ich auf einmal alle drei Kommentare; ach, du lieber Schreck!

Sofort schicke ich eine Mail an Alan Posener:

Nun ist es dreimal drin, vielleicht löschen Sie die beiden letzten Kommentare. Ich habe nämlich zweimal nix gefunden und dachte, es läge daran, daß ich die Adresse meiner Site unter meinen Namen gesetzt habe, in manchen Blogs ist solches ja nicht gestattet.
Liebe Grüße, zum Glück haben Sie wenigstens einmal etwas Vernünftiges gebracht, nämlich die Info über Mehdi Mostafavi.

Seinen Artikel verlinke ich, damit er nicht lange zu suchen braucht. (4)

Nach etwa 15 Minuten schaue ich nach, was daraus geworden ist, und wie staune ich, daß mein Kommentar vollständig gelöscht ist, alle drei Varianten sind einfach weg. Ich bin zwar nicht sonderlich verwundert, aber dennoch frage ich bei Alan Posener an:

Sehe ich es richtig, daß Sie den Kommentar ganz rausgenommen haben? Lieber Herr Posener, soll ich das nun auch noch auf meiner Site verbreiten, na, also, wenn Sie meinen ...

Ich fange diesen Artikel an, schaue zwischendurch auf den Blog von Alan Posener, wo mein Kommentar weiter fehlt, aber inzwischen ein anderer zu lesen ist (es geht also), und dann kommt der Clou vont Janze: Um 13:55 Uhr schreibt mir Alan Posener zum Thema Löschung meines Kommentares:

Ich doch nicht! Das sind diese Zensoren. Und im Augenblick komme ich nicht einmal an mein eigenes Blog ran, um das rückgängig zu machen. Es ist zum Haareraufen!

Das stelle man sich vor: der Kommentarchef der WamS unterliegt der permanenten Zensur der Zeitung, in der er angeblich Chef der Kommentare ist. Er ist nicht einmal Herr auf seinem eigenen Blog. Was er dann noch dort verloren hat? Vielleicht hat´s mit der Berufung zu tun.

Inzwischen - ich habe um 16:14 Uhr nachgesehen - ist mein Kommentar online ...

31. Mai 2008 - Änderung im Bereich der Anmerkung 3

Quellen

(1) Der sozialistische Journalist. 28. Mai 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-05-28_01-17-09.html

(2) Der Antideutsche Alan Posener, Von selbigem, angeblich Kommentarchef der Welt am Sonntag, WeltOnline, 30. Mai 2008
http://tinyurl.com/6zdqgl

Mehdi Ahari Mostafavi mit einer Delegation im Vatikan. 3. Mai 2008/Alan Posener Update, 4. Mai 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-05-03_18-36-11.html

Die Delegation der Islamischen Kultur- und Kommunikationsorganisation.
6. Mai 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-05-06_01-04-25.html

(3) Sacha Stawski und die Antideutschen führen Krieg gegen Raddatz weiter. Fakten&Fiktionen, 29. Mai 2008
http://fact-fiction.net/?p=626

(4) Der Papst wertet das iranische Regime auf. Kommentar von Alan Posener, WeltOnline, 3. Mai 2008
http://tinyurl.com/5vv553


Quelle: http://www.eussner.net/artikel_2008-05-31_14-55-52.html
Copyright © by Gudrun Eussner | 04.12.2008, 19:46 Uhr