
Frankreich. Die Burka auf dem Vormarsch in Vénissieux
Wo der Salafist Tariq Ramadan Hand anlegt, da wird´s etwas mit der Islamisierung fundamentalistischer Art. Er ist seit 1992 systematisch dabei, den Islam in Frankreich zu bilden, zu entwickeln und zu nähren. Nach einer Tätigkeit als Studienrat eines Gymnasiums in Genf, 1988 bis 1992, nimmt er Abschied von diesem weltlichen Beruf, beginnt seine ersten Schulungen junger Muslime und studiert 1992/93 an der Kairoer Al-Azhar-Universität im Einzelunterricht intensiv den Islam. (1)
Nach seiner Rückkehr beeindruckt der Enkel des Hassan al-Banna die jungen Musliminnen und Muslime zwischen Marseille und Vénissieux. 1992 findet in Vénissieux der erste Kongreß der Union des jeunes musulmans (UJM) statt; 1993 erhält der noch radikalere Bruder Hani Ramadan die Gelegenheit, die Jugendlichen von Vénissieux zu indoktrinieren. (2)
Die Brüder sind Nachkommen des Führers der Muslimbruderschaft. 1993 schafft es Tariq Ramadan mit Hilfe des Israelhassers Jean Ziegler und dessen linksradikaler Ehefrau Erica Deuber-Pauli, in Genf und in Ferney-Voltaire die Aufführung der Satire "Mahomet" von Voltaire zu verhindern. Das Stück richtet sich gegen alle Fanatismen. Tariq Ramadan "hat interveniert bei den Abgeordneten, damit dieses Stück niemals das Licht der Welt erblicke. Er hat das Argument vorgebracht, daß es deplaziert sei, mitten im Bosnienkrieg den Propheten zu kritisieren. Wir sagten, daß man die Muslime von Bosnien unterstützen könnte und trotzdem Voltaire nicht verbieten müßte. Das ist nicht mehr und nicht weniger als Zensur," kommentiert der Dramaturg und Schriftsteller Yves Laplace. In meinem Archiv findet man zahlreiche Artikel über das Wirken des Salafisten Tariq Ramadan. (3)
Man traut seinen Augen nicht, wenn man im Internet ältere Artikel der französischen MSM aufruft. Das Komplott ist einer überschrieben. Die Erkenntnisse über den Islam sind zu der Zeit größer bzw. werden deutlicher artikuliert als heute, der Grund mag sein, daß die finanziellen Verflechtungen islamischer Regierungen mit den MSM Frankreichs zu der Zeit noch in den Anfängen stecken. Das ist die Zeit, da Innenminister Charles Pasqua dem Tariq Ramadan den Wohnsitz in Frankreich verweigert. Die Autoren des Express berichten von Erziehungsvereinigungen der Muslime, deren Arbeit als Identitätsvermittler, durch sie zum Islam konvertierten Häftlingen, Drogenhändlern, die an sie 80 Prozent ihrer Gewinne abgeben müssen, von Schülern, denen sie moralisch und schulisch beistehen, Mädchen, denen sie den Schleier verordnen - Konflikte darüber gibt es seit 1989, sie berichten von Jugendlichen, die sie auf den rechten Weg des Islams führen und dazu die Rolle der staatlichen Sozialarbeiter übernehmen. Sie bilden einen islamischen Staat im Staate, sie verkaufen sozialen Frieden. Damit dieser nicht gestört wird, dulden Schulen, seien sie öffentlich oder privat, katholisch oder laizistisch, daß junge Mädchen verschleiert zur Schule kommen.
Federführend in der Islamisierungskampagne ist die den Muslimbrüdern nahestehende, 1983 gegründete Union des organisations islamiques de France (UOIF), die auch heute die einflußreichste Muslimvereinigung in Frankreich ist. Ab 1990 macht sie sich zur Aufgabe, Frankreich, das auf Grund der seinerzeit schon mehr als drei Millionen Muslime nicht länger als dar al-harb angesehen wird, zum dar al-islam auszustaffieren, die Muslime, die in Frankreich wohnen, werden aufgefordert, sich nicht in die Gesellschaft zu integrieren, sondern eine Gemeinschaft der Gläubigen zu bilden, die auf ihrer Besonderheit besteht. Darum ist es wichtig, daß verschleierte Frauen in der Öffentlichkeit gesehen werden, es ist eine Demonstration der Macht, ein Zeichen, wie weit die Islamisierung fortgeschritten ist.
Das ist der Zusammenhang, in dem 1992 die im Jahr 1987 in der Region Rhône-Alpes gegründete, zur UOIF gehörende Union des jeunes musulmans (UJM) ihren ersten Kongreß in Vénissieux abhält, auf dem sie sich für eine "muslimische Stimme" einsetzt und erwägt, eine Muslimpartei zu gründen. Das alles geschieht während der Amtszeit des kommunistischen Bürgermeisters von Vénissieux André Gerin, der nichts einzuwenden hat; denn er und seine Partei werden mit den Stimmen der Muslime gewählt. (4)
Was Tariq Ramadan angeht, der Prediger der Re-Islamisierung der Jugendlichen wählt in Frankreich Lyon zu seinem Stützpunkt, dort ist auch der Sitz des Salafistenverlages Tawhid, seines Hausverlages in Europa. In den Schulen von Vénissieux indoktriniert er hin und wieder die Jugendlichen mit Vorträgen über den Islam. (5)
Der ca. 10 Kilometer von Lyon entfernte Vorort Vénissieux degeneriert zu einer Art islamischer Republik. Dort werden 1981 die ersten Schlachten der nordafrikanischen Muslime und Afrikaner des Quartiers gegen die Polizei geschlagen, die ersten Autos angezündet, dort hat "La marche des Beurs", der Marsch der Kinder der maghrebinischen Einwanderer, am 15. Oktober 1983, seinen Ursprung. Er schwillt auf 100 000 in ganz Frankreich an, und die begeisterte Linksregierung des François Mitterand erteilt wie aus dem Füllhorn Aufenthaltserlaubnisse über zehn Jahre an die Immigranten. Der in Vénissieux wirkende Priester Christian Delorme, "le curé des Minguettes" und Beaufragte der katholischen Kirche für den Dialog mit dem Islam, ist Hauptinitiator des Marsches. (6)
Seit Anfang der 90er Jahre macht er die internationale Lage für die Krawalle und den Aufruhr der Muslime verantwortlich, das heißt Israel. Bis heute hat er dem Islam niemals auch nur im geringsten eine aktive Rolle in den Auseinandersetzungen zugestanden, die Immigranten, ihre Kinder und Kindeskinder, sind die armen benachteiligten Menschen dieser Welt, für immer Opfer des Kolonialismus, des Rassismus und der daraus folgenden sozialen Benachteiligung. (7)
Er wird später einer der engsten Freunde und Anhänger des Tariq Ramadan, des "Idols der jungen Muslime", sein. Christian Delorme protestiert 1995 lautstark dagegen, daß Tariq Ramadan sich nicht in Frankreich niederlassen darf. Man findet diesen Priester auch zusammen mit dem Weißen Vater Michel Lelong, le père blanc, Freund des Holocaustleugners Roger Garaudy, mit dem Antisemiten Abbé Pierre; es ist in Deutschland wie in Frankreich immer dasselbe dreckige Dutzend von Christenfunktionären, denen man bei der Islamisierung Europas begegnet. In meinem Archiv befinden sich Artikel dazu, man gebe bitte die Namen in die Suchfunktion auf meiner Site ein.
Im Jahr 2005 sind drei von sieben in Guantánamo einsitzende Franzosen aus Vénissieux. Entlassene Häftlinge werden ausgiebig vom Centre Islamique de Genève der Gebrüder Hani, Tariq und Aymen Ramadan interviewt, wo sie ihre Unschuld beteuern und die Zustände im Gefangenenlager anprangern: Die Amerikaner urinierten auf den Koran und mißbrauchten uns sexuell. (8)
In Vénissieux gibt es unter 60 000 Einwohnern mehr Muslime als Nichtmuslime, davon ca. 100 Frauen in Burka oder Niqab; ihrem Bürgermeister André Gerin wächst die Islamisierung inzwischen über den Kopf. 25 Jahre sind die Union des jeunes musulmans (UJM) und die anderen Muslimvereinigungen seine bevorzugten Ansprechpartner, sein Wählerreservoir, so daß man ihm den Spitznamen "Imam rouge", der rote Imam, gibt. Die Muslime machen ihm klar, daß er nur dank ihrer Stimmen gewählt wird. Die Folgen zeigen sich nie so deutlich wie jetzt: 25 Jahre verfehlter linker Politik gegenüber den Muslimen machen die Kommune zu dem, was sie heute ist, zu einer Hochburg des fundamentalistischen Islams mit ca. 100 durch Burka oder Niqab ganzkörperverschleierten Frauen. Die Burka ist die Spitze des Eisbergs. In einigen Stadtteilen sind sämtliche Beziehungen zwischen Männern und Frauen unter Kontrolle. Der Islamismus bedroht uns ganz real, sagt André Gerin in einem Interview mit Cécilia Gabizon, und er führt sich auf, als wenn er gar nichts dazu könnte. (9)
Er wird aber schon seit Jahren dafür kritisiert, daß er den sozialen Frieden erhalten will, in dem er es gestattet, daß überall kleine Moscheen entstehen, die nicht zum sozialen Frieden, sondern zur weiteren Islamisierung führten. Die Kommunikation mit den muslimischen Familien von Vénissieux vernachlässige er. Er verspreche den Bau einer großen Moschee und realisiere das Projekt nicht. Der UMP-Stadtrat Jean-Pierre Communal Haour meint, daß die Lage sich dadurch verschlimmert hätte, daß die Muslime sich unkontrolliert organisierten und sich extremistische Vereinigungen bildeten, mit denen der Bürgermeister einzeln verhandelt hätte. Diese Einschätzung zeigt einmal mehr, daß die Unkenntnis der Probleme des Islams nicht nur bei linksradikalen Politikern liegt, sondern daß die Politikerklasse wie auch die MSM allesamt nichts davon verstehen oder verstehen wollen. Jede Errichtung weiterer Moscheen, erst recht großer, dient der organisierten Islamisierung. (10)
André Gerin unterstützt die Familien der in Guantánamo einsitzenden Terroristen, er ist sogar nach Washington geflogen, um sich für sie einzusetzen. Auf Vorhaltungen erwidert er, im Januar 2005: "Wenn die muslimischen Vereinigungen so gefährlich sind, was macht der Präfekt? Und die Polizei? Es muß Schluß sein damit, auf die Bürgermeister zu zielen! Niemand ist in zwanzig Jahren gekommen, um mir zu helfen, den Anstieg des Islamismus in Vénissieux anzuhalten. Ich erhalte keinerlei offizielle Informationen der Geheimdienste. Ich habe die Schnauze voll. Der Staatsmacht war das ganz egal, weil es Muslime sind. Ich sehe die Jugendlichen, denen man die Hand reichen muß. Und wenn es wieder gemacht werden müßte, ich würde es wieder machen." (2)
In Vénissieux treibt auch der Bigamist und Vater von 16 Kindern Abdelkader Bouziane sein Unwesen, über den sich in meinem Archiv einiges findet, darunter auch vom Schaf, weil ab einem gewissen Niveau der Lächerlichkeit kaum noch eine ernste Auseinandersetzung möglich ist, auch wenn der Fall noch so verheerende Wirkungen zeigt. Der Imam erklärt das Verprügeln von Ehefrauen für rechtens und predigt die Steinigung von Ehebrecherinnen. Abdelkader Bouziane will überhaupt die Scharia einführen in Frankreich. Musik sei eine Sünde, weil sie vom Koran ablenke und zur Prasserei führe. Die Gläubigen müßten zur wahren Religion zurückkehren. Selbstverständlich hält er das Kopftuch für eine Pflicht jeder Muslimin. Frauen seien den Männern nicht gleichberechtigt. André Gerin hat mit dem Imam, seinen zwei Ehefrauen und 16 Kindern, davon zehn minderjährig, jahrelang keine Probleme; erst als die Regierung Frankreichs in Gestalt von Innen- und Justizminister tätig werden, wollen auch er und seine Verwaltung gegen den Salafisten klagen. (11)
Solche Ausrutscher tun dem beliebten Kommunisten keinen Abbruch, zwei Moscheebauprojekte werden aufgelegt und die Verbindungen zu den traditionellen muslimischen Gemeinschaften verstärkt, welche immer das sein mögen. So wird er in den Kommunalwahlen vom März 2008 mit großer Mehrheit wiedergewählt: André Gerin ist wiedergewählt. Die kommunistische Bastion hat nicht gezittert. Er verlängert mit einem fünften Mandat. (12)
Nun aber will er nicht mehr bis zum Ende der Legislaturperiode Bürgermeister bleiben, und man darf getrost annehmen, daß er diesen Abgang wählt, weil er mit der Bürgermeisterei nicht mehr zurechtkommt; die er rief, die Geister, wird er nun nicht los. Er wählt die Strategie der Vorwärtsverteidigung und profiliert sich mit einem Resolutionsentwurf für eine Untersuchungskommission über das Tragen der Burka oder des Niqab, der Ganzkörperverhüllung, in Frankreich. Unterschrieben haben den Entwurf 89 Parlamentarier aus allen in der Nationalversammlung vertretenen politischen Richtungen: (13)
- 3 Kommunisten und Parti de Gauche/Linkspartei,
- 10 Sozialisten,
- 69 UMP und ihr Nahestehende,
- 4 Nouveau Centre (ex-UDF),
- 3 Unabhängige
Wo sind die Kommunisten und Sozialisten, die den Entwurf unterschrieben haben, alle Jahre gewesen, als es darum gegangen ist, die Islamisierung Frankreichs und Europas zu verhindern? Ich kann die Auftritte gar nicht zählen, die wüsten Beschimpfungen an die Adresse der Islamkritiker, die Moscheebaugegner, an diejenigen, die sich gegen die totalitäre Politideologie des Islams engagieren. Nun, da das Multikulti-Modell gescheitert ist, und ganze Regionen Europas in den Islam versinken, tun sich eben die hervor, denen das Elend geschuldet ist. Außerdem ist zu befürchten, daß die Kampagne dazu mißbraucht wird, das Tragen des Kopftuchs zu legalisieren. Nicolas Sarkozy hat bereits etwas dahingehend angedeutet, nach dem Motto, gemessen an Burka und Niqab ist doch das Kopftuch geradezu harmlos: "Jedes junge Mädchen, das das Kopftuch tragen möchte, kann das außerhalb der öffentlichen Schulen tun." Zu verdanken ist das dem amerikanischen Messias, der in seiner Kairoer Rede die westlichen Länder kritisiert, die es sich anmaßen zu entscheiden, "welche Kleidung eine Frau tragen muß." (14)
So gewinnen der Totalitarismus und die Frauenfeindlichkeit des Islams jetzt auch mit Hilfe des Barack Hussein Obama in Europa immer mehr an Terrain.
Die Website der Salafisten Oumma.com nimmt sich den bislang bei den islamischen Fundamentalisten beliebten Bürgermeister vor; der nicht mehr so will wie sie. Die Coordination contre le Racisme et l´Islamophobie (CRI) erklärt ihn am selben Tag zum "rot-braunen" islamophoben Bürgermeister, als er die Kommission zur Untersuchung der Verbreitung von Burka und Niqab in Frankreich fordert. Oumma.com behauptet, die Frauen wählten diese Tracht selbst, und die Muslime würden zum Sündenbock gemacht. Diese Initiative, die zu dem Gesetzesvorschlag Hostallier über das Verbot des islamischen Kopftuchs in öffentlichen Räumen hinzukommt, bildet eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Zusammenleben. Nicht die Machtdemonstrationen des Islams, dessen Funktionäre die muslimischen Frauen unters Kopftuch und nun auch unter Burka und Niqab zwingen, um die westliche Gesellschaft wie die Musliminnen das Fürchten zu lehren, sondern die Maßnahmen gegen eine solche Machtübernahme führten zu Konflikten in der Gesellschaft.
Zur Aktion des kommunistischen Abgeordneten der Nationalversammlung André Gerin bringt Abdelaziz Chaambi, der Vertreter der Koordination gegen den Rassismus und die Islamophobie (CRI), etwas sehr Treffendes vor:
Schließlich können wir uns nur fragen zum Verhalten des Herrn Gerin, der eben diese Muslime während mehrerer Jahrzehnte frequentiert und umworben hat, und denen er seine sukzessiven Wiederwahlen verdankt, angefangen von der Union des Jeunes Musulmans, der Union der jungen Muslime, mit ihrem Kongreß der muslimischen Jugend 1992, 1993 und 1994, über den Imam Ben Chellali und seine Moschee Boubaker auf den Minguettes und anderen Moscheen, in denen es diesem Abgeordneten und Bürgermeister gefiel, seine Schuhe auszuziehen, bis zu den türkischen Muslimen, die während der letzten Kommunalwahlen von seiner Hilfe profitiert haben. Es gibt seit Jahrzehnten in Vénissieux mehrere zig Fälle von Frauen in Burka, und das hat niemals jemanden gestört, und erst recht nicht den Bürgermeister.
Die Frustrationen dieses kleinen Mannes der Politik, de ce petit homme politique, der gern groß würde, treiben ihn dahin, sich mit bekannten Islamophoben zu umgeben und auf dem Gerede und den widerlichen Praktiken der Rechten und der extremen Rechten zu surfen.
Und dann folgt nach bewährter Muslimart die Drohung: Wir appellieren an die verantwortlichen Bürger, die Medien, die Männer und Frauen der Politik und der Intelligenz, diese Zauberlehrlinge anzuprangern, die in Zeiten der Krise mit dem Feuer spielen und die Lektionen der Vergangenheit nicht berücksichtigen. (15)
Man muß nicht lange auf die Erfüllung solcher Voraussagen warten, der maghrebinische Zweig von al-Qaida droht Frankreich umgehend mit Vergeltung. Wenn die fundamentalistischen Muslime auch weltweit nichts zuwege bringen, Tod, Verwüstung, Unterdrückung, Einschüchterung, das können sie allzeit, Geld steht dafür immer bereit, da kann es der Bevölkerung in den arabischen Ländern und im Iran noch so dreckig gehen. Wieder geht es angeblich um die Ehre: Wir rächen uns an Frankreich und seinen Interessen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, für die Ehre unserer Töchter und Schwestern. (16)
Nein, Ihr Brüder in Allah, es geht um Euere Macht, die Ihr dokumentieren und ausweiten wollt, und wieder ist es auf Kosten Euerer Frauen. Sagt eine Gemüseverkäuferin auf dem Markt von Minguettes, daß bislang so ca. 30 Frauen mit Burka auf dem Markt eingekauft haben, sind es gegenwärtig nur eine Handvoll; denn nun ist erst einmal Deeskalation angesagt und ein Machtwort gesprochen, auf wessen Kosten? Auf Kosten der Frauen; denn die dürfen nun nicht einmal in Ganzkörperverhüllung auf die Straße.
Diesen Scherbenhaufen hinterläßt der kommunistische Bürgermeister. Jetzt behauptet er, er wolle die Republik alarmieren über den Integrismus der seine Stadt und viele andere Regionen in Frankreich vergiftet. Cécilia Gabizon bringt Beispiele aus dem Alltag, an Schaltern von Vénissieux. Wer informiert? Eben der Bürgermeister, dem es 25 Jahre recht gewesen ist. Er weiß auch, daß die Mehrheit der Muslime salafistisch ist, daß in den Moscheen täglich ein rigoroser Islam gelehrt und gepredigt wird. "Eine Frau kann nicht in der Nähe eines Mannes sein, ohne daß Scheitan (Satan) einfährt," sage ein Junge. Sein Bruder begleite seine Frau überallhin.
Plötzlich zeigt der Bürgermeister Verständnis für seine Mitarbeiter, die täglich mit den Muslimen und ihrer Intoleranz konfrontiert sind, für die Lehrer, die sich mit den Burka-Müttern herumschlagen müssen und diese, wenn sie Glück haben, an den Augen erkennen, für die Kinder, vor allem die Mädchen, die zum Staunen und Entsetzen der Lehrer mehr und mehr den Vorschriften des Islams verfallen, für das Personal an den Schaltern der städtischen Behörden. Einige verhüllte Musliminnen blieben ohne Personalausweis, weil sie sich weigerten, den Schleier abzunehmen. Arrangierte Ehen, illegale Einwanderer werden thematisiert. Das alles fällt dem Bürgermeister jetzt schon auf. Auch das Problem der rigiden Konvertiten kommt zur Sprache. Die sollen doch angeblich Brückenbauer zwischen zwei Welten sein? (17)
Überall wird der religiöse Druck größer und fängt die Kinder immer jüngeren Alters im Netz ein, schreibt Cécilia Gabizon. Nahezu die Hälfte der muslimischen Mütter kommt inzwischen mit Kopftuch in die Schule, während die Djellabas die Silhouetten uniformieren, berichtet eine Lehrerin. Die Islamfunktionäre nötigen schon Kinder, nach den Regeln des Ramadan zu leben, obgleich ihre Religion das nicht verlangt. Die Schulspeisung richtet sich nach den Muslimen, wenn es Schwein gibt, wollen Dreiviertel der Kinder etwas anderes essen.
Die Salafisten der UOIF sind auf dem Vormarsch, und was schlagen kooperationswillige Imame vor? Die Stärkung des Islams: "Man muß eine religiöse Antwort auf diese Verirrungen finden," meint einer. Wenn die Salafisten auch keine Glaubenskämpfer sind, sie hassen den Westen, sie spucken auf die kuffar, die Ungläubigen, aber sie profitieren von allen sozialen Vorteilen Frankreichs. Ohne sich auf muslimischem Boden anzusiedeln, wie es ihre Doktrin doch will. Ihre Doppelzüngigkeit schadet den Franzosen muslimischen Glaubens."
Die Salafisten sind im Begriff, unsere Gesellschaft in eine islamische umzuwandeln, das ist eine Aufgabe, die vom Koran vorgeschrieben ist. Frieden herrscht, wenn alle unterworfen sind, sanft oder mit Gewalt. Und es geht schon los mit der Solidarität der angeblich moderaten Muslime mit den armen Burka- und Niqab-Trägerinnen, die nun so im Zentrum des Interesses und der Kampagnen stehen, par réflexe identitaire, durch identitären Reflex, was nichts anderes heißt, als daß sich Muslime mit solchem Reflex zuerst als Muslime und dann vielleicht als Franzosen definieren.
Zum Schluß gibt´s das Wort einer aufgeklärten, fröhlichen Muslimin, die meint, jeder mache das, was ihm gefalle: "Wenn die Frau burken will, burkt sie. Wenn sie es nicht will, burkt sie nicht!" So einfach ist das in Frankreich. (9)
1. Juli 2009
Quellen
(1) Prof. Dr. Tariq Ramadan - 12 Jahre im Dienste des europäischen Islamismus.
19. November 2005
http://www.eussner.net/artikel_2005-11-19_05-29-16.html
(2) La longue dérive de Vénissieux... Source : Le Monde, 13 janvier 2005
http://alerte.canalblog.com/archives/2005/01/13/8631664.html
(3) Enquête. Le vrai visage de Tariq Ramadan. Par Serge Raffy,
Nouvel Observateur, 29 janvier 2004
http://tinyurl.com/lkjf3w
Tariq Ramadan in meinem Archiv
http://tinyurl.com/qrkafe
"Tariq Ramadan" Vénissieux in meinem Archiv
http://tinyurl.com/le98o2
(4) Le complot. Par Sylviane Stein, Georges Dupuy, Marie-Laure de Léotard,
Karen Saranga, LExpress.fr, 17 novembre 1994
http://www.lexpress.fr/informations/le-complot_600664.html
(5) Éditions Tawhid
http://www.ledernierprophete.com/
(6) Minguettes. Quartier résidentiel de Vénissieux. Wikipédia
http://fr.wikipedia.org/wiki/Minguettes
(7) Un entretien avec Christian Delorme sur les problèmes de l´immigration.
Propos recueillis par Philippe Bernard et Xavier Ternisien.
Le Monde, 4 décembre 2001
http://pagesperso-orange.fr/felina/doc/bfeuil/delorme.htm
(8) Les américains urinaient sur le Coran et abusaient de nous sexuellement.
Propos receuillis par Abdelhak Najib, Centre Islamique de Genève,
14 novembre 2007
http://tinyurl.com/nop2hj
(9) À Vénissieux, terre d´expansion de la burqa. Par Cécilia Gabizon, Le Figaro,
1 juillet 2009
http://tinyurl.com/mh9oqc
(10) Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html
(11) Das Schaf blökt Neuigkeiten über Abdelkader Bouziane. 24. April 2004
http://www.eussner.net/schaf_2004-09-18_23-03-18.html
Abdelkader Bouziane in meinem Archiv
http://tinyurl.com/ngars6
(12) Les résultats dans les autres villes du Grand Lyon. Tribune de Lyon,
10 mars 2008
http://tinyurl.com/lvpuhz
(13) Proposition de résolution n° 1725 de André Gerin pour une commission
d´enquête sur le port de la burqa, 17 juin 2009
http://www.andregerin.com/index02.html
(14) Les politiques français divisés sur l´interdiction de la burqa.
Par Jérôme Bouin, Le Figaro, 18 juin 2009
http://tinyurl.com/m8btlf
(15) Au sujet du port de la burqa. Par Abdelaziz Chaambi, Oumma.com,
17 juin 2009
http://oumma.com/Au-sujet-du-port-de-la-burqa
(16) Burqa : al-Qaida menace la France. Par Mathieu Szeradzki, Le Figaro,
30 juin 2009
http://tinyurl.com/la5gz8
(17) Konvertiten als Brückenkopf der weltweiten Islamisierung.
29. November 2006
http://www.eussner.net/artikel_2006-11-29_02-25-26.html
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