
Köln: Der "Figaro" berichtet aus der rheinischen Ummah
Nun tingelt er also durch Deutschland, der einstige Israel-Korrespondent Patrick Saint-Paul. Wer im nachhinein eine Vorstellung von der Glaubwürdigkeit seiner Berichterstattung über den Nahostkonflikt gewinnen will, der lese, was er über die Ereignisse um den Anti-Islamisierungkongreß der Bürgerbewegung Pro-Köln berichtet, und was er verschweigt. Der Figaro schickt ihn als Sonderkorrespondenten nach Köln: Cologne se mobilise face à l´extrème droite, Köln wird aktiv angesichts der extremen Rechten. Das herzige Foto von Sascha Schuermann zweier bekopftuchter Türkinnen, Arm in Arm mit einer blonden deutschen Maid ist leider nicht online. (1)
Kurz sei rekapituliert, um wen es sich bei Patrick Saint-Paul handelt. Für ihn heißt Israel der Hebräerstaat, die Hezbollah in Terroraktion versteckt er hinter dem Begriff die schiitische Organisation, der Nahostkonflikt ist für ihn der israelisch-palästinensische Konflikt, zum 60. Jubiläum der Staatsgründung kennt er nichts als Häme und Kritik für den Staat; für ihn ist Imad Mughniyeh nicht liquidé, liquidiert, wie sein Kollege Georges Malbrunot die Ausschaltung des Terroristen durch wen auch immer treffend bezeichnet, sondern er ist von Israelis ermordet worden, assassiné, die Aktivitäten der vom Iran finanzierten und geleiteten Hezbollah und die Israels stellt er dar als einen Konflikt zwischen dem Staat gewordenen Judentum und schiitischen Muslimen. Selbstverständlich unterzeichnet er den Appell für seinen Freund Charles Enderlin, den Lügner in allen Sprachen. (2)
Patrick Saint-Paul berichtet von der angeblichen Menschenkette vor dem Sitz der DITIB. Entweder ist er nicht dort gewesen, oder er lügt wie sein Freund Charles Enderlin. Bei Politically Incorrect und nirgends sonst kann man sehen, um welchen Menschenauflauf es sich handelt. Etwa 50 Teilnehmer sind versammelt, mehr nicht. Sie werden von den Fotografen dicht zusammengerückt - knips, fertig ist die dreireihige Kette. (3)
Was die DITIB ist, die Diyanet Isleri Türk-Islam Birligi, erklärt Patrick Saint-Paul seinen Lesern nicht; er nennt sie, als wenn es sich nur um eine in Deutschland exitistierende Vereinigung handelte, den Bund der türkischen Gemeinschaft in Deutschland, le syndicat de la communauté turque en Allemagne. In Frankreich leben anders als in Deutschland nur etwa eine halbe Million Türken; man kann davon ausgehen, daß die meisten Franzosen über deren Fremdbestimmung durch die türkische Religionsbehörde Diyanet nichts wissen, und sie sollen anscheinend auch nicht erfahren, daß die DITIB in Frankreich ebenfalls politisch tätig ist, sie nennt sich hier harmlos Union des affaires culturelles turco-islamiques, Vereinigung für türkisch-islamische kulturelle Angelegenheiten. Seine Landsleute werden die Rolle der DITIB spätestens dann besser einschätzen können, wenn wie in Ingolstadt, am 18. Mai 2008, bei Eröffnung einer großen Diyanet DITIB Camii, einer Diyanet DITIB Moschee, neben einer riesigen türkischen Fahne ein falsch herum und niedriger aufgehängter kleiner Fetzen Trikolore baumelt. (4)
Vielleicht versteht Patrick Saint-Paul kein deutsch, hat sich nicht informieren können und weiß deshalb nichts über das Wirken der DITIB in Deutschland zu sagen? Formal ist die Ditib ein nach deutschem Recht gegründeter Verein. In Wirklichkeit jedoch handelt es sich bei der Vereinigung um die ,zuständige Auslandsorganisation´ des türkischen Amtes für Religionsangelegenheiten (Diyanet), schreibt der Islamexperte Thomas Lemmen. Die Religionsbehörde Diyanet hat 100.000 Mitarbeiter, sie ist auch für die Belange der im Ausland lebenden Türken zuständig. Die deutsche Bundesregierung hat nichts einzuwenden gegen die Regierungstätigkeit der Türkei in ihrem "europäischen Teil". (5)
So wie Patrick Saint-Paul die Szene schildert, schützt die Menschenkette eine kulturelle Einrichtung der Türken und türkischstämmigen Deutschen. Junge blonde Studentinnen halten sich an der Hand mit bekopftuchten Frauen türkischer Herkunft. Weil die Einigkeit in der guten Sache gegen Pro-Köln so überzeugend ist, fallen dort alle Schranken zwischen den Parteien: Des sympathisants communistes fraternisent avec des élus du parti libéral (FDP-centre droit), Sympathisanten der Kommunisten verbrüdern sich mit Abgeordneten der liberalen Partei (FDP-rechte Mitte). Es ist allseits bekannt, daß Kommunisten und Sozialisten im Islam eine Kraft sehen, die es gemeinsam mit ihnen vielleicht doch schafft, das verhaßte demokratische System zu zerstören und es durch das totalitäre der Volksgemeinschaft, im Islam Ummah genannt, abzulösen. Es stört sie auch nicht die Lehre der Geschichte, wie in einem Brennglas zu beschauen im Schicksal des Noureddin Kianouri. (6)
Die Verbindung zur politisch gegensätzlichen FDP bedürfte einer Erläuterung. Da hätte ein eingeweihter Korrespondent einige Worte verloren über die pro-arabische Politik der Partei, über Muslime wie Dr. Ayyub Axel Köhler und Aiman A. Mazyek als Funktionäre der FDP, über Kopftuchkampagnen der Jungen Liberalen, und ganz allgemein über den mannigfaltigen Einfluß des fundamentalistischen Islams in dieser angeblich liberalen Partei. Der Fallschirmspringer Jürgen Möllemann (pbuh) hat die lukrativen Beziehungen nicht mit ins Grab genommen. (7)
Auf der Web Site von Muslimische-Stimmen.de findet man zum Bundestagswahlkampf 2005 neben Artikeln von Konvertiten und Islamfunktionären ein Wahlplakat der unter dem Motto "Für die Freiheit!" (sic!) und für "Toleranz" auftretenden Jungen Liberalen der FDP. Eine kopftuchverkleidete junge Frau wirbt für die FDP. Der Ruf der FDP, liberal zu sein, ist schon lange dahin, und so spricht sie gänzlich ungeniert potentielle orthodox-islamische Wähler an. (8)
Jetzt reihen sich FDP-Abgeordnete gemeinsam mit Kommunisten ein in die Hetzkampagne der "Antifaschisten" gegen die Bürgerbewegung Pro-Köln; das ist nur konsequent. Schade, daß die Leser des Figaro nichts darüber erfahren und sich somit keinen Reim darauf machen können, warum in Deutschland Mitglieder und Sympathisanten scheinbar unvereinbarer politischer Parteien und Organisationen gemeisam und teilweise gewalttätig gegen eine polizeilich genehmigte Veranstaltung und ihre Teilnehmer vorgehen: It´s Islam, stupid!
Wir müssen durch Parteieintritt - in alle wirklich demokratisch gesinnten Parteien - dazu beitragen, dass die Parteiprogramme islamkonformer werden, fordert der Konvertit Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland, ebenfalls a.D., im Gespräch mit FDP-Funktionär Aiman A. Mazyek, vom Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), seine muslimischen Glaubensbrüder und -schwestern auf. Aiman A. Mazyek ist Chefredakteur des Online-Auftritts des ZDM, Vorsitzender des ZDM ist Dr. Ayyub Axel Köhler. (9)
Über die politische Tätigkeit der beiden sagt der ZMD aus:
Dr. Ayyub Axel Köhler: Von 1999 bis 2004 Kommunalpolitiker in Köln (FDP). Seit 2000 stellvertretender Vorsitzender des Landesfachausschusses für religiöse Fragen der FDP in NRW und aktiv im Bundesfachausschuss für Kirchen und Religionsgemeinschaften der FDP. (10)
Seit 2001 nimmt Mazyek in Alsdorf (Nähe Aachen) kommunalpolitische Aufgaben wahr. Er war dort sechs Jahre lang Stadtverbandsvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP). 2004 erhielt er als Bürgermeisterkandidat bei der Wahl des Bürgermeisters knapp 10 % der Alsdorfer Stimmen. Z.Z. ist er Kreisvorstandsmitglied in Aachen und Mitglied verschiedener Fachausschüsse im Landtag und Kommune. (11)
Patrick Saint-Paul ist von alldem gänzlich unbeleckt, er weiß nicht, daß es sich um die für Köln-Ehrenfeld geplante Moschee nicht um une grande mosquée, eine große Moschee, handelt, mit ihren 2000 Plätzen auch nicht um la plus grande du pays, die größte des Landes, sondern um Europas größte. Die Franzosen kennen einige große Moscheen, aber Europas größte Moschee, die hätte sie vielleicht interessiert. Der türkische Staat zahlt: Monstermoschee in Köln - eine Kuppel von 36,5 Metern und zwei 55 Meter hohe Minarette, schreibt Osi auf dem Düsseldorf Blog. (12)
Nun kommt Patrick Saint-Paul auf die Gäste des Anti-Islamisierungskongresses, und da weiß er, daß Jean-Marie Le Pen die Einladung abgelehnt hat, die anderen benennt er einigermaßen korrekt. Über die Bürgerbewegung Pro-Köln behauptet er, sie sei im Jahr 2004 gegründet worden, um gegen den Bau einer Moschee zu kämpfen: Formé en 2004 pour lutter contre la construction d´une mosquée. Ein Blick auf die Web Site von Pro-Köln, Rubrik Geschichte, und der Korrespondent hätte nicht solchen hanebüchenen Unnsinn verfaßt:
Die Bürgerbewegung pro Köln wurde am 5. Juni 1996 in Köln-Dünnwald von parteiunabhängigen Kölner Bürgern ins Leben gerufen und ins Vereinsregister eingetragen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten der Rechtsanwalt Markus Beisicht, der Verleger Manfred Rouhs und der mittlerweile als selbständiger Medien-Dienstleister tätige gelernte Schriftsetzer Bernd M. Schöppe, die bereits seit ihrer Schulzeit politisch engagiert sind. (13)
Ich wiederhole es hier noch einmal: Man kann sich vorstellen, was von der Israel-Berichterstattung dieses Korrespondenten zu halten ist, der nicht die einfachsten Fakten auf die Reihe bekommt.
Den Namen der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland Charlotte Knobloch, deren Empörung über den Rechtspopulismus von Pro-Köln er zitiert, verballhornt er zu Knoblauch, die Parteizugehörigkeit des Köln-Ehrenfelder Bürgermeister Josef Wirges gibt er nicht an; der gehört zur SPD und will sich nicht wie Tiere im Zoo während der Busrundfahrt von Pro-Kölnern bestaunen lassen: Il était hors question que nous les laissons nous scruter comme des animaux dans un zoo pendant leur tournée en bus. Nicht deutlich macht Patrick Saint-Paul, daß diese Busfahrt zum Ort des geplanten Baus der Großmoschee in aller Willkür verboten worden ist. Die Teilnehmer werden gehindert, sich einen Eindruck vor Ort zu verschaffen. Der Ehrenfelder Bürgermeister sollte nicht wie ein Tier gemustert werden und die in der Gegend wohnenden Muslime ebenfalls nicht, sondern man wollte sich das Viertel ansehen. Das ist für Menschen mit klarem Verstand nichts Außergewöhnliches. Während meiner Berufstätigkeit habe ich unzählige Male Teilnehmer meiner Seminare und Konferenzen mit dem Bus oder zu Fuß durch Problemquartiere geführt, beispielsweise ging´s nach dem Mauerfall mit Chinesen an die "Säurekreuzung" von Bitterfeld, und ich bin in New York und Washington durch solche Quartiere geführt worden.
Im letzten Absatz seines Artikels, der mit Sascha Schuermanns Foto etwa ein Drittel der Seite einnimmt, kommt er auf Widerstände. Fritz Schramma (CDU, droite), CDU rechts, habe für den Bau der Großmoschee manchmal gegen die Gemeindevertreter seiner eigenen Partei gekämpft, um die große Moschee durchzusetzen, pour imposer la grande mosquée. Das werden französische Leser nun gar nicht verstehen, da doch bis jetzt die Sache für die Moschee klar ist. Der Bau soll 2010 beginnen. Die CDU-Abgeordneten fänden das Bauwerk nach ihrem Geschmack als zu dominierend, trop visible, es schade der Integration. Sie unterschieden sich aber von den Radikalen der Pro-Köln, die schlicht und einfach den Bau verhindern wollten. So wie´s dasteht, ist das eine unzulässige Ansicht von Pro-Köln. Hätte Patrick Saint-Paul wenigstens Bücher in seiner eigenen Sprache gelesen, La conquête de l´Occident. Le Projet secret des islamistes, Die Eroberung des Westens. Das Geheimprojekt der Islamisten von Sylvain Besson beispielsweise, dann wüßte er, was der Bau von Großmoscheen für den Islam bedeutet. (14)
In Frankreich bemißt sich die Macht der einzelnen Muslimvereinigungen nicht nach der Mitgliederzahl, sondern nach der Größe der Kultstätten:
Die vier bis fünf Millionen in Frankreich lebenden Muslime wurden im April (2003) nicht gebeten, direkt zur Wahl zu gehen. Stattdessen wurden sie vertreten durch 4031 Delegierte aus 995 Kultstätten offiziell registrierter Vereinigungen, wobei die Anzahl der jede Kultstätte repräsentierenden Personen nach der Größe der Kultstätte bestimmt war:
... the number of persons representing the place being related to the size of the site. Lors de l´élection, chaque mosquée française disposait d´un nombre de voix proportionnel à sa superficie, schreiben Valérie Amiraux und Sylvain Besson. (15)
In Deutschland wird es ebenso sein, da können nach deutschem Recht aufgestellte Satzungen sonst etwas vorschreiben. Der Islam erobert Gebiete, die er bis zum Jüngsten Gericht nicht wieder herzugeben gedenkt. Die Moscheen sind im Gegensatz zu Kirchen und Synagogen keine Heiligtümer, sondern Machtzentren, Inseln des Islams im dar al-harb, im Lande der zu bekämpfenden und zu unterwerfenden Ungläubigen. Auf dem gekauften Areal, um die Moschee, scharen sich nach und nach Geschäfte, Arzt- und Anwaltspraxen, Schulen etc. Eine Medina entsteht. Diese vernetzt sich mit anderen solchen Glaubenszentren, der Islam zieht sich wie ein Netz über das Land. Von Integration kann keine Rede sein, allenfalls der kuffar in den Islam, und auch nicht, entgegen den dummen Sprüchen von Fritz Schramma, von der religiösen Freiheit, die Teil der Demokratie ist: la liberté religieuse fait partie de la démocratie. Er weist damit hin auf Artikel 4, 1-2 GG und vergißt die Einschränkungen nach Artikel 1 und 2 GG: (16)
Artikel 4
[1] Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
[2] Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
Artikel 1
[1] Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
[2] Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
Artikel 2
[1] Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
[2] Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Wie verträgt sich das religiöse und weltanschauliche Bekenntnis des Islams gemäß Koran, Hadithen und Scharia mit seiner eindeutigen Absage an Demokratie und Menschenrechte mit den Rechten nach Artikel 2 GG? Entfaltung der Ummah bei Unterordnung des einzelnen, Überlegenheit des Islams und der Muslime über andere Religionen und deren Anhänger, erstreben der Vorherrschaft des Islams in der Welt etc.
Wie verträgt sich die rechtliche Stellung der Frauen im Islam mit Artikel 1,1 und 2,2? Schlagen unbotmäßiger Ehefrauen, Steinigen von Ehebrecherinnen, zwei Frauen einem Mann entsprechend in der Zeugenaussage etc.
Soviel kann man, ohne eine Diskussion der Vereinbarkeit des Grundgesetzes mit den Gesetzen und Regeln des Islams fragen: Wenn die Politideologie des Islams keiner Überprüfung der Kompatibilität mit den Grundrechten nach dem Grundgesetz unterzogen wird, warum dann die Weltanschauung der Bürgerbewegung Pro-Köln? Warum ist Pro-Köln von der Politideologie des Islams negativ zu unterscheiden? Der Tatsache wegen, daß sie keine Petrodollars zu verteilen hat, oder gibt´s sonst noch etwas? Was unterscheidet die randalierenden gewalttätigen "Antifaschisten" positiv von Pro-Köln? Die Tätigkeit als Schlägertrupps für die Interessen des Oberbürgermeisters Fritz Schramma? Mit welchem Recht entscheiden Behörden und Ämter ad hoc über die Ausgrenzung von Pro-Köln aus der Gesellschaft? (17)
Es ist selbstverständlich, daß bei der vollständigen Ahnungslosigkeit des eigens vom Figaro nach Köln entsandten Patrick Saint-Paul von dort erst recht keine Antwort auf diese Fragen kommt. Was man aber verlangen kann, das sind Antworten der Bundesregierung, der Politiker, von der CDU/CSU bis zur Linken, und unserer Medien. Da herrscht bislang nicht der Verstand, sondern Hysterie, Lug und Trug, im Islam genannt Taqiyya. Was ist dazu zu sagen, daß in der Bundesrepublik Deutschland, einem wichtigen Mitgliedstaat der EU, in Köln die Demokratie außer Kraft gesetzt wird, daß sich sogenannte bürgerliche Parteien des antifaschistischen gewalttätigen Mobs bedienen und sogar im Schulterschluß mit ihm marschieren? Welche Resonanz darauf wird aus dem Ausland erwartet, das sich nicht damit begnügen wird, inkompetente Korrespondenten wie Patrick Saint-Paul ans Thema zu lassen, sondern bewährte Kenner Deutschlands und seiner Geschichte?
Werden sie feststellen, daß in Köln alle Parteien den Weg in die Volksgemeinschaft, in die Ummah angetreten haben, und daß die Bürgerbewegung Pro-Köln nur den Lakmustest zum Beweis dessen abgibt?
20. September 2008
Update
Jeden Tag sind die Israelis zu beneiden, daß sie den Korrespondenten Patrick Saint-Paul los sind, daß er sie nicht mehr heimsuchen kann!
Nun haben wir ihn am Hals, und er beliefert die Leser in Frankreich mit immer neuen Phantasien aus Deutschland. Auf Seite 9 des Figaro berichtet er, am 29. September 2008, aus Berlin, wo er inzwischen als Korrespondent wirkt, über den Stimmenverlust der CSU: Cuisant revers de la CSU aux régionales de Bavière. Bitterer Rückschlag der CSU bei den Landtagswahlen Bayerns. (18)
Den Anteil der CSU an der CDU/CSU Fraktion des Deutschen Bundestages kann er bis auf die Stelle nach dem Komma mit 20 Prozent ziemlich genau benennen, (der Anteil beträgt 177 CDU : 46 CSU, also etwa 20,6 Prozent). (19)
Über die Anfänge der CSU behauptet er: Le parti fondé par Franz Josef Strauss ..., die von FJS gegründete Partei. Er kommt nicht auf die Idee, durch einfaches Googlen die Geschichte der CSU herauszufinden; denn er weiß Bescheid, wie man es schon von seinen Berichten aus Israel und letztens aus Köln kennt. Nicht einmal Wikipedia, den Volksbrockhaus für Eilige im Internet, mag er konsultieren. Dort liest man über die Geschichte der Gründung und Aufbauphase, in der Zeit vom 12. September 1945 bis zum 8. Januar 1946. Das erste Grundsatzprogramm der Partei ist vom 14./15. Dezember 1946. Die Gründer der Partei sind Karl Scharnagl, "Ochsensepp" Josef Müller, Josef Baumgartner und die Würzburger Gruppe unter Adam Stegerwald. Die vier Herren sind zur Zeit der Gründung zwischen 41 und 71 Jahre alt. Franz Josef Strauß zählt 30 Jahre. 1946 ist er neben Andreas Lang und Franz Xaver Bauer Mitbegründer des Kreisverbandes der CSU Schongau. Verbindungen zur CSU auf Landesebene bestanden seit Ende 1945, heißt es auf der offiziellen Site Franz Josef Strauß. (20)
Ich halte meine Leser auf dem laufenden über weitere Märchen des Korrespondenten.
29. September 2008
Quellen
(1) Cologne se mobilise face à l´extrème droite. Par Patrick Saint-Paul, Le Figaro, 20/21 septembre 2008, p. 7
http://tinyurl.com/3v9fup
(2) Imad Mughniyeh (pbuh) ist der Dauerbrenner im "Figaro". 15. Februar 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-02-15_19-38-13.html
Mohammed al-Dura. Der Appell für Charles Enderlin. 23. Juni 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-06-23_00-13-05.html
(3) Wir basteln eine Menschenkette. PI, 19. September 2008
http://www.pi-news.net/2008/09/wir-basteln-eine-menschenkett e/
(4) Ingolstadt. Größte Moschee Bayerns. DeusVult.Info
http://www.deusvult.info/Ingolstadt%20028.jpg
"Jamaika, die Insel, die Onkel Sam demütigt". 22. August 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-08-22_19-45-03.html
(5) Vorbeter aus der Fremde. Von Martin Spiewak, Zeit Online 39/2006
http://nurtext.zeit.de/2006/39/Imame_2?page=1
(6) Death of Noureddin Kianouri. Statement of the CC of the Tudeh Party of Iran, November 6, 1999. The Guardian, November 17, 1999
http://www.cpa.org.au/garchve1/980iran.html
(7) Die FDP-Connection. Von Jörg Kronauer. Jungle World 40/2004,
22. September 2004
http://jungle-world.com/artikel/2004/39/13716.html
(8) Muslimische-Stimmen.de
http://www.muslimische-stimmen.de/
(9) Wilfried Murad Hofmann, Botschafter a. D. der Bundesrepublik Deutschland,
im Gespräch mit islam.de. 30. August 2004
http://www.muslimliga.de/archiv/hofmann1.html
ZMD. Gremien und Mitglieder
http://zentralrat.de/2593.php
(10) Lebenslauf Ayyub Axel Köhler. ZMD
http://zentralrat.de/4703.php
(11) Lebenslauf Aiman A. Mazyek. ZMD
http://zentralrat.de/4710.php
(12) Mega-Moschee in Köln wird gebaut - Ralph Giordano entsetzt.
Von Osi, Düsseldorf Blog, 30. August 2008
http://tinyurl.com/4532nc
(13) Geschichte der Bürgerbewegung Pro-Köln e.V.
http://www.pro-koeln.org/stamm/geschichte.htm
(14) Sylvain Besson. La conquête de l´occident : Le projet secret des islamistes (Broché), Seuil 2005
http://tinyurl.com/yuslp8
Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html
(15) Valérie Amiraux: "CFCM, a French Touch?" ISIM Newsletter 12,
June 2003, p. 24-25
http://www.isim.nl/files/newsl_12.pdf
(16) Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Deutscher Bundestag
http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/grundgese tz/index.html
(17) Rechts ´n Hakenkreuz, links ´ne Moschee - oder umgekehrt?
19. September 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-09-19_00-49-12.html
(18) Cuisant revers des alliés CSU de Merkel en Bavière.
Par Patrick Saint-Paul, Le Figaro, 29. September 2008
http://tinyurl.com/4haf5m
(19) CSU Landesgruppe im Deutschen Bundestag
http://tinyurl.com/45ejwv
Sitzverteilung im 16. Deutschen Bundestag. Deutscher Bundestag
http://www.bundestag.de/parlament/wahlen/sitzverteilung/1541 _16.html
(20) Christlich-Soziale Union in Bayern. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Christlich-Soziale_Union_in_Bay ern
Franz Josef Strauss. Parteipolitiker 1945 - 1988
http://www.fjs.de/parteivorsitzender/parteipolitiker.html
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