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Offener Brief an die Schweizer Bischofskonferenz zur ,,Anti-Minarett-Initiative"

Sehr geehrter Herr Tanner, (1)

leider fällt an Ihrer Argumentation sowie an vielen ähnlichen die totale Unkenntnis des Islams auf - wenn ich nicht davon ausgehe, daß Sie den Islam kennen und falsch Zeugnis reden. (2)

Der Islam ist eine Politideologie mit religiösen Versatzstücken zur Erreichung der Macht. Diejenigen Muslime, die in einer geeigneten Funktion sind, sei es in den islamischen Ländern oder im Dar al-harb, dem Land der Nichtmuslime, der Ungläubigen, Kuffar, beweisen es uns täglich in Worten und Werken. Sie wiederholen überall, daß sie nichts geben auf Demokratie, auf Menschenrechte, auf Gleichberechtigung der Frauen, sondern daß sie unsere Verfassung zerstören und die Scharia weltweit durchsetzen wollen.

Mein Archiv ist voll von Informationen dazu. Meine letzten Artikel unmittelbar zum Thema sind eine Rezension des Buches von Hartmut Krauss Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft sowie des Buches von Sylvain Gouguenheim Aristote au Saint Michel. Les racines grecques de l´Europe chrétienne, Aristoteles auf dem Mont Saint Michel. Die griechischen Wurzeln des christlichen Europas. (3)

Es ist schon eigenartig, daß ich, die ich nicht zur katholischen Kirche gehöre, mich seit Jahren einsetze für die Erhaltung Ihres Glaubens, während Sie in falsch verstandener Toleranz der Islamisierung das Wort reden. Minarette sind beispielsweise nicht vorgeschrieben vom Koran und der Scharia, sie sind weltliche Äußerungen der Macht über die Region, in der sie gebaut werden; wenn ich mich nicht irre, wurden sie erfunden, um der Römischen Kirche, also Menschen wie Ihnen, die Stirn zu bieten. Der mit dem Bau einer Moschee beauftragte deutsche Architekt steht dem Bauherrn etwas hilflos gegenüber. Sind Kuppel und Minarett vorgeschrieben? Welche Freiheiten darf er sich beim Entwurf nehmen? Nun, Minarett und Kuppel sind genauso wenig vorgeschrieben wie der Glockenturm für eine Kirche oder ein Kopftuch für Musliminnen, schreibt Cengiz Dicleli in der deutschen bauzeitung. (4)

Die Macht des Islams bemißt sich am eroberten Territorium, weniger an der Zahl der Muslime, die im Islam als einzelne nicht zählen. In Frankreich bemißt sich die Stimmengewichtung in den Muslimvereinigungen nach den zusammengerechneten Flächen des besessenen Landes, nicht nach der Mitgliederzahl. Ausführlich informiert darüber das Buch von Sylvain Besson La conquête de l´Occident. Le Projet secret des islamistes, Die Eroberung des Westens. Das Geheimprojekt der Islamisten. (5)

Sie, sehr geehrter Herr Tanner, reden dieser Machtausweitung das Wort.

Bitte, bedenken Sie, daß es nicht bei den Juden und Israel bleibt, die von den Muslimen mit Vertreibung und Vernichtung bedroht werden, sollten Sie sich diesbezüglich in Sicherheit wähnen, sondern daß die Christen ebenso betroffen sind. Nehmen Sie die Christenverfolgung in islamischen Ländern nicht zur Kenntnis? Ziehen Sie daraus keine Schlüsse? Wenn ja, welche? Vielleicht den, daß wir uns noch mehr als Dhimmis zu profilieren haben, um uns in das totalitäre Gesellschaftssystem der Muslime besser einzupassen?

Ist Ihnen klar, daß Sie mit diesem Verhalten als erstes all denjenigen Muslimen schaden, die sich aus Unterwerfung und Unterdrückung befreien wollen? Ist das Ihre Absicht? Die Christen, bis hin zu Ihrem Papst, werden ebenso von den Machtansprüchen der Muslime nicht verschont, und Sie dürfen es sich zuschreiben, daß Sie ihnen die Steigbügel halten.

Wenn Sie mir nicht abnehmen, was ich schreibe, so vielleicht den Muslimbrüdern, die schon vor 26 Jahren in einem 14-seitigen Papier zur kulturellen, politischen und militärischen Invasion des Westens durch den Islam klar geäußert haben, was sie wollen, und welche Rolle Persönlichkeiten wie Ihnen dabei zugedacht ist. (6)

Mit freundlichen Grüßen!
Dr. Gudrun Eussner, Perpignan/France

Quellen

(1) Kirchliche Funktionen des Erwin Tanner

  • Mitglied: Katholische Arbeitsgruppe "Neue religiöse Bewegungen in der Schweiz"
  • Mitglied: Pastoralplanungskommission der Schweizer Bischofskonferenz (PPK)
  • Sekretär: Arbeitsgruppe "Islam" der Schweizer Bischofskonferenz
  • Stellvertreter des Generalsekretärs: Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz (SBK)
  • Sekretär: Arbeitsgruppe "Neue kirchliche Bewegungen und Lebensgemeinschaften" der SBK (AGNKB)
  • Vertreter der SBK: Bioethik-Kommission der SBK

http://www.kath.ch/

Schweizer Bischofskonferenz
http://www.kath.ch/sbk-ces-cvs/

(2) Schweiz: Minarett-Verbot als Stein des Anstoßes, Radio Vatikan,
1. August 2008
http://tinyurl.com/5uahm6

Schweiz: Verbotene Türme, Radio Vatikan, 1. August 2008
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=222 315

(3) Hartmut Krauss: Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft.
21. Juli 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_01-32-40.html

Sylvain Gouguenheim: Der Historiker zum Abschießen. 21. Juli 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-07-21_21-37-20.html

Sylvain Gouguenheim wird in der "Libération" und der "Welt" vorgeführt.
9. Mai 2008
http://www.eussner.net/artikel_2008-05-09_01-25-52.html

(4) Wie hoch darf eine Moschee sein? (db kommentar 10/2007).
Von Cengiz Dicleli, deutsche bauzeitung, 4. Oktober 2007
http://tinyurl.com/5aqvpp

(5) Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet. 23. Oktober 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-10-23_17-04-23.html

(6) Das "Projekt" der Muslimbruderschaft, vom 1. Dezember 1982
http://www.eussner.net/artikel_2008-03-21_19-25-15.html


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