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Washington Post Kolumnist Richard Cohen: Israel wegrationalisieren

Wer Cohen heißt, muß keiner sein. (1)

Wenn´s eines Beweises bedurft hätte, der linksliberale Richard Cohen ("Algebra ist nutzlos") hat ihn geliefert, ausgerechnet am 11. September 2007, und das sagt schon viel über die angeblich unverbrüchliche Freundschaft der USA, ihrer Politiker, Medien und der Bevölkerung insgesamt, zu Israel, die Washington Post (WP) reicht allemal als Beweis hin. Man muß also weder die Doha Debates vom 1. Mai 2007 des Tim Sebastian mit Norman Finkelstein, Sohn von Überlebenden des Holocaust, und dem Iren Andrew Cockburn, Schriftsteller und Journalist, und andererseits, als Fürsprecher Israels, mit dem ehemaligen Botschafter der USA in Israel Martin Indyk und dem britischen Journalisten und Kolumnisten der Times David Aaronovitch über die Pro-Israel Lobby beim Washington Report on Middle East Affairs (WRMEA) aufrufen, noch die entsprechenden Stellen in den Büchern von Michael B. Oren und John Loftus/Mark Aarons über die mangelnde Unterstützung der USA für Israel im Sechstage-Krieg gelesen haben - es ist aber hilfreich zur Vertiefung der Kenntnisse. Vor allem könnte man sonst meinen, man leide wirklich unter dem Verfolgungswahn, der einem manchmal von wohlmeinenden Freunden und Bekannten unterstellt wird: (2)

Gudrun, nee, nich schonn wieda, bittäää!

Richard Cohen ist beinahe bereit mit der Hatikva herauszuplatzen, mit der israelischen Nationalhymne, ergänzt er für diejenigen, die das Wort nicht kennen in den USA und im Rest der Welt. Samuel Cohen, einer seiner zahlreichen Namensvettern, Palästina-Immigrant aus Bessarabien, arrangiert die Melodie zu einem Gedicht von Naftali Hertz Imber, 1882, nach einem Thema aus Bedrich Smetanas Moldau. (3)

So ausgewiesen als wahrer Israelfreund; denn wer sonst außer den Israelis und ihren Intimfreunden sänge inbrünstig diese Hymne der Hoffnung, kann Richard Cohen ab sofort alles über das Buch von John B. Mearsheimer und Stephen M. Walt äußern, was er will, es muß israelfreundlich sein. Am Ende des ersten Absatzes seines Kurzkommentars über den Bestseller auf Amazon hat er seine Glaubwürdigkeit gefestigt. Establishing Credibility sagen Managementexperten dazu. (4)

Dann legt er wirklich los, die Hymne muß noch etwas warten. Die Autoren hätten intellektuelle und emotionale Stürme hervorgerufen, sie seien aber weder Antisemiten noch Israelfreunde, bestimmt er. Sie unterstützten die Existenz Israels, aber ein Taschentuch würden sie auch nicht bemühen, wenn der Staat morgen verschwände. Nein, Taschentücher haben sie nötig zum Wichsen.

Dann geht´s zur Sache: ... Mearsheimer und Walt argumentieren, daß der jüdische Staat nicht länger ein strategischer Aktivposten für die Vereinigten Staaten ist, wenn er es denn jemals war. Er ist schließlich ein winziges Land ohne Erdöl, verhaßt bei den Nachbarländern, die reichlich Erdöl besitzen. Nicht nur das, sondern diese Nachbarländer produzieren viele der Terroristen der Welt, und während man darüber debattieren kann, ob Israel immer ihre Nummer 1 ist, so kommt es dem sicherlich nahe. Für die USA kann die Rolle, Israels Ansehen zu stärken, kaum als in unserem (sic!) Eigeninteresse liegend charakterisiert werden.

Hat man je von Identitätsproblemen vernommen? Richard Cohen hat eines: er verwechselt die USA mit sich und gibt vor, daß er weiß, was für die USA im Eigeninteresse liegt, nämlich das, was Richard Cohens Interesse ist. Israel gehört nicht dazu.

Erdöl und Terrorismus sind für Richard Cohen die strategischen Aktivposten, das sagen die Israelfeinde in aller Welt, die USA tun das fürs Erdöl, aber die Kritiker dieser angeblichen Politik ergreifen Maßnahmen: No blood for oil, please! Im Angebot bei Google 7 770 000 Seiten zum Thema. Der Terrorismus ist verursacht durch die Existenz Israels und dessen Politik, deren markanteste Leistungen Richard Cohen umgehend aufzählt: Siedlungen in der West Bank, Lostreten verheerender Kriege, so wie letzten Sommer im Libanon, was auch für Israel nicht gut sei - und all das erlaubt von der amerikanischen Politik, die fast alles und jedes unterstützt, was die israelische Regierung tut. (5)

Richard Cohen wahrt keine Distanz zu den Autoren, beispielsweise durch eine Definition des Begriffes Aktivposten. Ist ein Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft, was Israel durch Beschluß der UN-Vollversammlung, vom 29. November 1947, seit dem 14. Mai 1948 ist, nur ein Aktivposten, wenn es Erdöl besitzt und nicht von Terror-finanzierenden Staaten umgeben ist? Gibt es keine anderen Kriterien? Beispielsweise die Unterstützung einer winzigen Insel, auf der Demokratie herrscht, freie Wahlen abgehalten werden, Frauen den Männern gleichgestellt sind, Homosexuelle nicht verfolgt werden und die Justiz ihres Amtes waltet, und wenn´s um den Präsidenten Israels geht?

Den kleinen Staat Israel, von Daniel Bernard, seinerzeit Botschafter Frankreichs in London, zum shitty little country degradiert, wollen die Araber zerstören auf Grund der Tatsache, daß er mitten im Zentrum des riesigen von Diktatoren regierten islamischen Reiches auf Territorium liegt, das als bis zum Jüngsten Gericht ihnen gehörend vereinnahmt wird. (6)

Das zu verhindern, ist nicht im Interesse der USA? Den Autoren mag es gleichgültig sein, wie´s weitergeht, wenn Israel als Staat aufhört zu existieren, wenn sie ihre Taschentücher anderweitig benetzen, aber auch Richard Cohen sieht kein Interesse der USA und damit auch für sich, daß der Staat weiter besteht? Hat er dann eine Antwort auf die Frage, warum die Europäische Union den Status quo in der Region mit Milliarden Euro aufrecht erhält? Was geschähe im Friedensfall? Es würde die strategische Position in der Region noch mehr zugunsten der USA verschieben, wie in Vietnam, dessen junge Bevölkerung, von der mehr als 75 Prozent nach dem Vietnamkrieg geboren ist, die Zusammenarbeit mit den USA derjenigen mit den EU-Staaten vorzieht. Die palästinensischen Milliardäre und Millionäre im Exil warten nur darauf, mit Gaza, dem Westjordanland und Israel zusammenzuarbeiten. Hier die Handelsbeziehungen Vietnams als Beispiel dafür, was aus den kriegerischen Zeiten geworden ist: (7)

Die wichtigsten Exportländer sind die USA mit einem Anteil von 18,3 Prozent an den Ausfuhren. Immerhin 16,1 Prozent der Exporte gehen in die EU ... Bei den Ausfuhren nach Vietnam nimmt Deutschland Rang 14 ein. Bei den vietnamesischen Ausfuhren liegt Deutschland nach den USA, Japan, Australien und China derzeit auf Rang fünf. Nach Deutschland liefert Vietnam vor allem Schuhe, Bekleidung und Kaffee. Aus Deutschland werden vor allem Maschinen imporiert.

Was Israel als Nr. 1 angeht im Kampf der islamischen Terrorbanden, so sollte Richard Cohen den Koran lesen, um zu verstehen, daß die Motivation der Muslime nicht aus den Siedlungen und aus losgetretenen verheerenden Kriegen stammt, sondern aus der Pflicht der Muslime der Welt, einmal besessenes Gebiet zurückzuerobern, wobei der Kampf gegen Israel prioritär ist, weil es inmitten des muslimischen Herrschaftsbereichs liegt und für die Bevölkerung der umliegenden Länder ein nachahmenswertes Beispiel werden könnte. Wenn Israel vernichtet wäre, dann richteten sich die freiwerdenen Potentiale vermehrt gegen die anderen ehemaligen islamischen Gebiete, Spanien, Sizilien, den Balkan, dort findet heute bereits verschärft friedliche Islamisierung statt, teilweise mit Hilfe der Regierungen der Länder. In Spanien kooperieren die Konvertiten mit den Sozialisten, in Italien sitzt ein Delegationsmitglied der PLO, eingebürgerter Palästienser, in der Nationalversammlung und Romano Prodi ist mit den Stimmen der Muslime zum Regierungschef gewählt worden. Der Balkan wird mit Petrodollars aus Saudi-Arabien reifgeschossen. Auch der Kampf im Innern Europas, Deutschland hat gerade wieder einen Eindruck bekommen davon, was geschieht, wenn´s friedlich nicht vorwärts geht mit der Machtausdehnung des Islams: die gewaltsame Zerstörung unserer Gesellschaft. Richard Cohen aber bewegt, daß Israel nach Uncle Sam schiele, either for money or muscle, etwa: entweder wegen Geld oder militärischer Unterstützung.

Was Israels berechtigte Handlungen angeht, sind ihm die Autoren somehow silent. Dennoch attestiert er ihnen, prominente Realisten der Außenpolitik zu sein. Dann geht´s ins Sentimentale, etwa auf dem Niveau des fehlenden Tannenbaumes im Lager der SS zur Kriegsweihnacht 1942 an der russischen Front. Die Autoren seien furchterregend rational - nur Verstand, kein Herz.

Seit Richard Cohen beim Herzen angelangt ist, hakt sein Verstand vollends aus. Trotz Verstandesfixierung der Autoren seien diese gegen den Irakkrieg gewesen und hätten Saddam Hussein nicht als Bedrohung der USA angesehen. Welcher Logik folgt diese Aussage? War es Herzenssache, gegen den Irakkrieg zu sein? Die 10-Euro-Anti-Imps vom Campo Antiimperialista als Könige der Herzen? Was ist mit denjenigen, die aus Verstandesgründen gegen den Irakkrieg waren?

Diese Logik setzt Richard Cohen fort, um aber nicht identifiziert zu werden mit den Aussagen der Autoren, wendet er die Methode des Noam Chomsky an: sage, was du sagen willst, in dem du dich hinter anderen verkriechst: auf ihre Art haben sie (John B. Mearsheimer und Stephen M. Walt) auch mit Israel recht; es ist eine strategische Belastung. Der Rezensent versteckt sich hinter den Autoren, er macht den Lesern weis, daß er durch die Lektüre des Buches zu eben dem Ergebnis gekommen ist.

Dann zerstreut er aufkommenden Protest gegen seinen Anti-Zionismus, seine Israelfeindschaft, in dem er Großbritannien, das unverdächtig ist, juden- und israelfreundlich zu sein, als weiteres Beispiel einer strategischen Belastung karikiert. Was immer man gegen Albion zu sagen hätte, perfide oder nicht, das haben die Briten nicht verdient, von einem US-amerikanischen Sesselpuper in einer der bekanntesten Zeitungen der USA so herabgewürdigt zu werden. Vergessen die Freundschaft Großbritanniens im aufkommenden Irakkrieg? Wer sind die "some", die schon zu Beginn des Zweiten Weltkrieges ähnliches geäußert haben? Wenigstens einen Namen hätte Richard Cohen nennen können.

Man google britain strategic burden wwii, es lohnt sich, die kurzen Worte in den Angeboten zu lesen. Vom mehrfach übernommenen Artikel des Richard Cohen abgesehen, der Daily Herald aus den Vorstädten Chicagos titelt milde: Israel kann sich wohl in der Lage befinden, kritisiert zu werden, aber es hat nicht immer unrecht, finden sich folgende Sätze im ersten Angebot: (8)

The strategic air offensive against Germany during World War II formed a major part of Britains wartime military effort and it has subsequently attracted the attention of historians. Despite the attention, historians have paid little attention to the impact of the strategic air offensive on Britain. This thesis attempts to redress this situation by providing an examination of the economic impact on Britain of the offensive. The work puts the economic cost of the offensive into its historical context by describing the strategic air offensive and its intellectual underpinnings.

Der Autor John T. Fahey dokumentiert in seinem Buch die wirtschaftlichen Folgen der britischen Luft-Offensive im Zweiten Weltkrieg, die Kosten der strategischen Offensive gegen Deutschland für das Land und seine Bevölkerung; sie betragen 2,78 Milliarden Pfund Sterling, pro Bombereinsatz durchschnittlich 2911 Pfund. Der Deutschland zugefügte Schaden der strategischen Bombardierungen bedeutet auf britischer Seite eine schwere finanzielle Belastung, die das Land nicht tragen kann; sie ist ein wichtiger Grund für die Verarmung der Briten nach dem Kriege. Das ergibt die Sichtung des zweiten Google-Angebotes. (9)

Die weiteren Ergebnisse sind ähnlich, die burden handeln von der Belastung Großbritanniens im Zweiten Weltkrieg. Die Arroganz des Richard Cohen, hier 529 Milliarden Dollar Militärausgaben der USA, da 60 Milliarden Dollar Militärausgaben der soggy isle, der matschigen, durchnäßten, triefend nassen Insel, wird nur von seiner Anmaßung überboten: hat er die 529 Milliarden durch Fund-Raising-Dinner zusammengebracht?

Es reicht zwar schon, aber solche Kommentatoren wie Richard Cohen haben immer noch genug Phantasie, nachzusetzen mit ihren Gemeinheiten und Verzerrungen. Jetzt langt er an bei der Selbstlosigkeit der USA: Wer und was sind wir als Nation, wenn wir alles am Eigeninteresse messen? Wer und was sind wir als Nation, wenn wir unsere Freunde verlassen, bedeutungslose Küsse verteilen, während wir sie von uns abtrennen? Wer und was sind wir als Nation, wenn wir nicht mit dem Unberechenbaren rechnen: mit Werten? Prinzipien?

Josef Joffe zitiert in seiner Rezension des Buches von John B. Mearsheimer und Stephen M. Walt Das Komplott der Koscher Nostra den seit dreißig Jahren die Präsidenten der USA beratenden Harvard-Professor David Gergen mit den Worten: "Ich kenne keine Pro-Israel-Entscheidung im Oval Office, die auf Kosten amerikanischer Interessen gefallen wäre." So ist es, und alles andere wäre politisch unverantwortlich. So handeln übrigens die Regierungen aller Staaten, wobei es selbstverständlich die jeweils Regierenden sind, die das Staatsinteresse definieren, bis zur nächsten Wahl oder bis zur nächsten Revolution, zum nächsten Putsch der Generäle. (10)

Es folgen noch einige vor Gefühlsduselei triefende Zeilen, aber damit ist für mich noch nicht Schluß. Es fehlt von Richard Cohen ein kurzer Blick aufs Cover des Buches. Dort sieht man statt der US-Flagge auf blau-weißem Grund 20 blaue US-Sterne, links oben in einem winzigen Eckchen, verbannt in eine den ganzen Buchdeckel schmückende Phantasiefahne in den Nationalfarben Israels. Das Star-Spangled-Banner ist bis zur Unkenntlichkeit verjudet. In jedem halbwegs patriotisch gesinnten US-Bürger muß bereits beim Anblick des Buchdeckels die Wut aufsteigen. Im Grunde braucht er gar nicht mehr ins Buch zu schauen; denn alles ist schon gesagt. (11)

Der Verlag Farrar, Straus and Giroux, der diesen Bestseller verantwortet, gehört wie DIE ZEIT zur deutschen Holtzbrinck-Gruppe, wie mir Lizas Welt mitteilt. Ich wäre darauf nicht gekommen, daß ein deutscher Verlag den USA mitteilt, daß ihre Regierung nicht von Amerikanern, sondern von israelischen Juden gelenkt wird. (12)

Wer den Nachruf von Michael Naumann zum Tode des Verlagsgründers Roger W. Straus liest, eines Erben der Guggenheim-Familie, gewinnt einen ungefähren Eindruck davon, wie tief dieser Verlag unter der Ägide der Holtzbrinck Gruppe mit der Veröffentlichung des Buches von John B. Mearsheimer und Stephen M. Walt gesunken ist: (13)

Sein Verlag, Farrar, Straus & Giroux, versammelte mehr als 20 Nobelpreisträger auf seiner Liste, unter ihnen T. S. Eliot, Joseph Brodsky, Alexander Solschenizyn, Czeslaw Milosz - aber auch Philip Roth (der längst einen Nobelpreis verdient hätte) und als unermüdlichen Bestseller-Autor Tom Wolfe. ...

Als er seinen Verlag 1994 der Holtzbrinck-Gruppe (der auch die ZEIT angehört) übereignete, behielt er gleichwohl die Zügel in der Hand. In der New Yorker Verlagswelt, in der inzwischen grandiose Autorenvorschüsse eine Wahnwelt literarischer Größe suggerieren, verließ Roger Straus niemals seine Linie: Qualität ging vor Spektakel, Eigensinn vor Geschmacksanpassung. Unter seinen Kollegen gab es längst schon keinen seinesgleichen mehr.

Die Autoren sind in die Wahnwelt literarischer Größe eingetreten, haben 750 000 Dollar Vorschuß vom Verlag erhalten, der dem Juden Roger W. Straus gehörte, schreibt Josef Joffe im anderen Holtzbrinck-Kanal. Sie widerlegen durch ihre eigene Karriere das, was sie sagen. Lizas Welt hat dazu ausführlich Stellung genommen in der Rezension mit dem Titel Die Protokolle der Weisen vom Campus. (14)

Diese Zusammenhänge erwähnt Richard Cohen in der Washington Post mit keinem Wort. Es fällt ihm das Titelbild auf dem Buchdeckel nicht auf. Soweit ist es in den USA mit der angeblich unverbrüchlichen Freundschaft zu Israel. (15)

Der Vollständigkeit halber sei eine Ergänzung von Lizas Welt zur deutschen Auflage des Buches erwähnt: Kräfte mit Tradition. Vielleicht sollte der Campus Verlag die 150 Dollar investieren und bei Wyman Books ein Exemplar der 3. Auflage des Buches von Johann von Leers erwerben: Die Kräfte hinter Roosevelt. (16)

Der vom Verlag für kritische Sozialwissenschaft zum erfolgreichen Sachbuchverlag für Wirtschaft und Gesellschaft mutierte, vom "Verleger des Jahres 2001" Thomas Carl Schwoerer geleitete Campus Verlag bedient sich der Versatzstücke aus der Zeit des Nationalsozialismus, um die Rolle der Juden in den USA zu verdeutlichen. Der altbekannte Antisemitismus schafft´s auf den Buchdeckel und in die Buchseiten. Die US-Sterne sind ersetzt durch Davidsterne, das Cover des Buches Kräfte hinter Roosevelt steht Pate. (17)

Um alle Antisemiten und sonstige Freunde deutscher Nazi-Tradition das Gruseln zu lehren, habe ich noch einen Davidstern anzubieten, der schon die ersten 13 Staaten der USA überstrahlt: man ist in der Domäne der Schwarzen Magie. Der Adler, der einen Phönix verdeckt, der durch das Opfer der Selbstverbrennung stirbt, um aus der Asche desto schöner zu entsteigen. Darüber sind 13 Sterne in Form eines Davidsternes angeordnet, umgeben von einem Lichterkranz. (18)

Das Monterrey County und das Clare County sind ebenfalls total mit Davidsternen verseucht. Die Sheriffs dort tragen den Six Point Sheriff Star! Dann gibt´s noch einen Marshal Badge in Form eines Davidsterns. Man kann ihn als Replika für 6,50 Pfund Sterling erwerben. (19)

John B. Mearsheimer und Stephen M. Walt können schon einmal den Fortsetzung-Bestseller beginnen. Die USA sind von Anfang an verjudet, Davidsterne finden sich überall, von der Gründung der USA bis zur Verkörperung des Gesetzes durch den Sheriff. Welche Rolle Israel dabei einnimmt, müßten die Autoren sich noch ausdenken. Ihrer Phantasie sind anscheinend keine Grenzen gesetzt, wie man schon an ihrem Buch The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy bzw. Die Israel Lobby. Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflußt wird deutlich sieht. Richard Cohen kann dann wieder eine Kolumne in der Washington Post dazu schreiben, vielleicht unter dem Titel Rationalizing the USA Out of Existence?

12. September 2007

Update: Henryk M. Broders Kurzrezension des Buches (20)

Sehr geehrter Herr Schwoerer,

vielen Dank für das Exemplar der "Israel-Lobby", das sie an den Tagesspiegel in Berlin geschickt haben.

Künftige Lieferungen aus Ihrem Hause erbitte ich an diese Adresse:

Henryk Modest Broder
c/o the Israel-Lobby-Headquarters
White House
1600 Pennsylvania Ave., NW Washington DC
20500 Washington

Und falls sie noch ein Exemplar der deutschen Erstausgabe von 1920 übrig haben, die unter dem Titel "die Protokolle der Weisen von Zion" erschienen ist, wäre ich ihnen sehr dankbar, wenn sie mir diese leihweise überlassen würden. ich würde sie Ihnen gleich nach den kommenden Präsidentschaftswahlen in den USA zurück schicken.

mit wehrhaftem gruss
b.

21. September 2007

Update Nr. 2: Antisemitismus ist schick

Antisemitismus ist geil! Henryk M. Broder zitiert die Vorzüge; nur in einem Punkt irrt er, wenn er schreibt: Es kostet nix und ist garantiert folgenlos. (21)

Weit gefehlt; denn, ehrlich jetzt, wer in Deutschland und bis in die letzten Winkel der USA und und des Restes der Welt kennt vor der Veröffentlichung der "Israel-Lobby" John J. Mearsheimer, Roland Wendell Harrison Distinguished Service Professor für Politische Wissenschaften, und Stephen M. Walt, Robert and Renée Belfer Professor für internationale Angelegenheiten? Wer weiß, daß dieser auf einem von Juden gestifteten Lehrstuhl sitzt, um von dort sein Gift gegen Juden zu verspritzen? Wer weiß, daß der Stifter Robert Belfer noch lebt, und den Rummel um die "Israel-Lobby" machtlos mit ansehen muß, allenfalls bitten darf, daß sein Name nicht zur Vermarktung des Buches mißbraucht werden möge? (22)

Die Folgen für die beiden Autoren sind überwältigend, nicht nur, daß es sie nix kostet, nein, die jüdische Lobby verhindert nicht/kann nicht verhindern, daß sie 750 000 Dollar Vorschuß vom Verlag erhalten; auf ihren Konten häufen sich die Dollars und Euros aus den Buchverkäufen. Antisemitismus bringt richtig Knete!

Louise Richardson, wie Stephen M. Walt ebenfalls eine Professorin aus Harvard, bedeutet nur einen bescheidenen Eintritt in die Erste Liga, das hat der Campus-Verlag gemerkt. Was Terroristen wollen, das wird in den Talkshows für Konsumenten preisgünstiger verhandelt, mit dem komischen Vogel Abu Hamza. Für die Abrechnung mit der jüdischen Lobby geht es nicht so einfach, da kann man sich in den öffentlich-rechtlichen Anstalten noch nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Ein gutes Buch zur rechten Zeit wirkt aber Wunder. Nun ist für Talkrunden zum Buch auf Jahre gesorgt. Wer wagt sich als erster Moderator hart aber fair vor, oder müssen wir auf die Comedy vom WDR warten? (23)

Antisemitismus ist eine Epidemie, eine unheilbare Krankheit, und zwar der Juden, die Antisemiten strotzen vor Gesundheit, für sie ist das Geschäft einträglich. Leider funktioniert das von Jackie Mason und Raoul Felder den Juden empfohlene Heilmittel nicht; denn die Muslime sind aus eben den Gründen stark wie die westlichen Antisemiten, sie sind schamlos, ruchlos, ohne Ethik und Moral. Herrschen ist die Devise der islamischen Fundamentalisten wie der akademischen Sesselpuper à la Mearsheimer/Walt, und wenn´s nicht bis zur politischen Herrschaft reicht, dann wenigstens dazu, aufzufallen, sich abzuheben aus der grauen Masse der Professorenschaft. Nicht jeder kann auf Grund seiner wissenschaftlichen Leistungen den Nobelpreis erhalten, mancher fliegt sogar aus der Universität, wie Norman Finkelstein, der nicht einmal das Niveau von Mearsheimer/Walt bringt. (24)

Und wer auffallen will ohne jede Anstrengung, der beginnt schon in der Schulzeit und wirft sich das Pali-Tuch um. Das erhöht die Chancen, in Universitäten wie Harvard Karriere zu machen. Moishe Hundesohn zeigt, wie´s geht. (25)

Quellen

(1) Cohen. Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Cohen

Richard Cohen at his best! Postwriters´ Group. Mugshots
http://www.postwritersgroup.com/mugshots/bigcohen.jpg

Richard Cohen (Washington Post Columnist). Wikipedia
http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Cohen_(journalist)

(2) Doha Debates. The Pro-Israel Lobby (AIPAC). Tim Sebastian, Chairman Doha Debates, Member of Qatar Foundation, BBC World, May 8, 2007
http://tinyurl.com/ywu55l

Washington Report on Middle East Affairs (WRMEA)
http://www.washington-report.org/

Six Days of War. By Michael B. Oren, Oxford University Press 2002. Power, Faith, and Fantasy
http://www.michaeloren.com/sdw.htm

Loftus, John and Aarons, Mark. The Secret War Against the Jews: How Western Espionage Betrayed the Jewish People. New York: St.Martin´s Press, 1994
http://www.namebase.org/sources/EE.html

(3) Ha Tikva written by Naftali Hertz Imber, 1877
http://www.science.co.il/Israel-Anthem.asp

(4) Establishing Credibility. Leadership Development. Forum
http://tinyurl.com/39kkxa

(5) Blood for Oil? The free anti-war, anti-empire, and peace movement artwork ressource centre
http://www.bloodforoil.org/

(6) "A shitty little country". Prejudice & Abuse in Paris & London. By Tom Gross, Mideast Media Analysis, January 10, 2002
http://www.tomgrossmedia.com/ShittyLittleCountry.html

Die Rolle des Islams im Sechstagekrieg. 12. August 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-08-12_23-03-45.html

(7) Vietnam. Motor der Weltwirtschaft. Asien-Pazifik-Länder behaupten sich. Von Oliver Schulz, China Contact
http://www.china-contact.cc/index.php/chc/chc_akt/6430

(8) Britain 1939-1945: The economic cost of strategic bombing. By John T. Fahey. University of Sydney. History. Sydney eScholarship Repository
http://hdl.handle.net/2123/664

(9) Britain 1939-1945: The economic cost of strategic bombing. By John T. Fahey. University of Sydney. History. Sydney eScholarship Repository
http://ses.library.usyd.edu.au/bitstream/2123/664/1/adt-NU20 050104.11440201front.pdf

(10) Das Komplott der Koscher Nostra. Von Josef Joffe, Die Zeit Nr. 37,
6. September 2007
http://www.zeit.de/2007/37/Juedische-Lobby?page=all

David Gergen´s Web Site
http://www.davidgergen.com/

(11) The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy (Hardcover). By John J. Mearsheimer and Stephen M. Walt. Amazon
http://tinyurl.com/35ang5

Israel Flag. Enchanted Learning
http://www.enchantedlearning.com/asia/israel/flag/Flagbig.GI F

USA. Flag
http://ec.europa.eu/education/img/flags/usa.gif

Die Nationalhymne der USA - The Star-Spangled Banner. englisch-hilfen.de
http://www.englisch-hilfen.de/texte/anthem_usa.htm

(12) Farrar, Straus and Giroux. Holtzbrinck Publishers
http://www.holtzbrinckus.com/trade/trade_farrar.asp

(13) Roger W. Straus Nachruf. Von Michael Naumann, DIE ZEIT Nr. 24/2004
http://www.zeit.de/2004/24/Roger_W_Straus_Nachruf

(14) Die Protokolle der Weisen vom Campus. Lizas Welt, 10. September 2007
http://lizaswelt.blogspot.com/2007/09/die-protokolle-der-wei sen-vom-campus.html

(15) Rationalizing Israel Out of Existence. By Richard Cohen, Washington Post, September 11, 2007
http://tinyurl.com/2ss24u

Israel can stand to be criticized, but it´s not always wrong. By Richard Cohen, Daily Herald, September 12, 2007
http://www.dailyherald.com/column/?id=35833

(16) Kräfte mit Tradition. Lizas Welt, 11. September 2007
http://lizaswelt.blogspot.com/2007/09/krfte-mit-tradition.ht ml

Johann von Leers: Kräfte hinter Roosevelt. Berlin-Steglitz, 3. Auflage 1942.
Dan Wyman Books
http://www.danwymanbooks.com/roosevelt.jpg

(17) Vom Verlag für kritische Sozialwissenschaft zum erfolgreichen Sachbuchverlag für Wirtschaft und Gesellschaft. Wir über uns. Campus
http://www.campus.de/goto/wir#20

(18) Quand une étoile en cache 13 autres, de même nature
http://www.bibleetnombres.online.fr/nombr13.htm

(19) Monterrey County Sheriff´s Office. Arizona
http://www.co.monterey.ca.us/oes/Terror_Awareness_4_Civ.htm

Clare County Sheriff Department Michigan
http://www.clareco.net/Sheriff/home.htm

Marshal Badge. Regalos y Regalitos. high-quality reproductions of Old West badges
http://tinyurl.com/yrkvql

(20) Buchsendung der Weisen vom Campus. Von Henryk M. Broder. Die Jüdische,
21. September 2007
http://tinyurl.com/2zprvn

(21) Von den Moslems lernen. Von Henryk M. Broder, Achse des Guten,
27. September 2007
http://tinyurl.com/28w9lp

(22) The Belfer Declaration, New York Sun Editorial, March 23, 2006
http://www.nysun.com/article/29648

(23) Forschungsergebnisse der Schwächeren. Hilflosigkeit verstehen. 5. Juli 2007
http://www.eussner.net/artikel_2007-07-05_22-42-28.html

(24) An Incurable Disease. By Jackie Mason & Raoul Felder. The American Spectator, September 25, 2007
http://www.spectator.org/dsp_article.asp?art_id=12066

(25) Moishe Hundesohn. Unschuld der Mode. Von Daniel Haw, israel-art.com,
20. September 2007
http://www.israeli-art.com/satire/palituch.htm


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